Kindertagesstätten im Kreis Aurich Aurich und Großefehn wollen neue Gebühren erst später
In Ihlow gab es eine Wende in der Diskussion: Nicht ab August 2024, sondern erst ab Januar 2025 sollen die neuen Sätze für Eltern gelten. Wie Aurich und Großefehn das nun vorantreiben.
Aurich/Großefehn - Einige Kommunen haben schon beraten. Nun soll auch in der Stadt Aurich und der Gemeinde Großefehn über einheitliche Gebühren für die Kinderbetreuung beraten werden. Das geht aus den Vorlagen für die kommenden Sitzungen hervor. In beiden Kommunen wird nun das Startdatum auf den 1. Januar 2025 gesetzt. Die Kreisverwaltung will die neuen Gebühren eigentlich schon zum 1. August 2024 einführen. Zu knapp, hieß es jüngst schon aus Ihlow, wo erstmals die Einigung der Bürgermeister auf das verschobene Startdatum 1.1.2025 öffentlich wurde. Nun ziehen Aurich und Großefehn nach.
In Großefehn beraten die Politiker kommende Woche erst im Bildungsausschuss (Dienstag, 11. Juni, 19 Uhr, Bürgerhaus Großefehn) und die Woche darauf im Gemeinderat (Donnerstag, 20. Juni, 19 Uhr). In Aurich wird im Sozialausschuss (Mittwoch, 12. Juni, 17 Uhr, Auricher Rathaus) beraten. Auch dort ist die Ratssitzung für 20. Juni angesetzt. Kurz vor den Ferien also tagen in den beiden Kommunen die Gremien zu einer Satzung, die nach Wunsch des Landkreises Aurich schon zum 1. August gelten soll. Viel zu knapp bemessen ist dieser Starttermin, heißt es nicht nur aus Ihlow.
Fehntjer verweisen auf Einigung unter Bürgermeistern
In Großefehn steht dazu in der Sitzungsvorlage: Die Satzung solle zum 1. Januar 2025 in Kraft treten, darauf hätten sich die Bürgermeister kurzfristig verständig. „So ist eine angemessene Vorlaufzeit für die Eltern und auch die Verwaltungen gewährleistet“, steht in der Vorlage aus Großefehn.
In Aurich gibt es keine Erläuterung. Aber im Beschlussvorschlag wird als Einführung der Gebührensatzung ebenfalls der 1. Januar 2025 genannt. Außerdem soll es nur geringfügige Auswirkungen auf die Kosten der Stadt haben, wenn nun die Stufen der Elterneinkommen auf sieben reduziert haben. 2800 Euro Abweichungen vom Status quo hätten mehrere Modellrechnungen ergeben, heißt es in der Vorlage.
Vergangene Woche hatte der zuständige Jugendhilfeausschuss des Landkreises Aurich mit Mehrheit die Einführung der neuen Kitasatzung und der neuen Gebührensatzung empfohlen. Erst auf Nachfrage hatte der zuständige Erste Kreisrat Dr. Frank Puchert bestätigt, dass es Gespräche mit den Gemeinden zum Starttermin gebe. Und Aurich und Großefehn machen in ihren Vorlagen jetzt noch einmal deutlich, dass die Kommunen nun auf den späteren Starttermin pochen.