Bitte um Zuschuss Auricher Arbeitsloseninitiative geht leer aus
Die Auricher Arbeitsloseninitiative ist in mindestens zwei Kommunen mit ihrer Bitte um einen Zuschuss für ihre Arbeit gescheitert. Welche das sind und wo die Gründe liegen.
Südbrookmerland Jetzt steht es fest: Die Arbeitsloseninitiative Aurich bleibt mit ihrem Antrag auf einen finanziellen Zuschuss in der Gemeinde Südbrookmerland erfolglos. Nachdem das Thema vor einigen Wochen noch einmal zur weiteren Beratung in die Fraktionen zurückgegeben wurde, stimmte nun eine Mehrheit des zuständigen Fachausschusses dagegen.
Die Arbeitsloseninitiative sieht sich als Beratungs-, Informations- und Kontaktstelle für Empfänger von Transferleistungen. „Wir helfen beim Ausfüllen von Anträgen und beraten bei Problemen, die sich während des Leistungsbezuges ergeben“, schreibt Johann Erdwiens in seinem Antrag. Er ist Vorsitzender des Vereins, der seinen Worten zufolge ehrenamtlich arbeitet. Laut Erdwiens, der auch Mitglied des Südbrookmerlander Gemeinderates ist, wurde der Antrag an alle Städte und Gemeinden im Kreisgebiet und an den Landkreis Aurich geschickt. Und es habe auch schon Zuschüsse gegeben. So habe der Bürgermeister der Gemeinde Ihlow bereits einen Zuschuss aus seinem Etat gezahlt. In anderen Kommunen laufen die Beratungen über den Antrag. Wie Erdwiens in der Sitzung des Ausschusses sagte, habe es aus Aurich zwischenzeitlich ebenfalls eine Ablehnung gegeben.
Absage aus Südbrookmerland hatte sich abgezeichnet
Dass es die auch aus dem Südbrookmerlander Rathaus geben würde, hatte sich abgezeichnet. Schon in den Sitzungsunterlagen hatte die Gemeindeverwaltung die Beschlussempfehlung gegeben, den Antrag abzulehnen. Hauptgrund dafür: Die Arbeitsloseninitiative ist ein Auricher Verein. Die Gemeinde will keine Präzedenzfälle schaffen. Dass der Verein nach eigenen Angaben auch zahlreiche Hilfeempfänger aus Südbrookmerland betreut, schien den Verantwortlichen nicht als Argument zu genügen. Darüber hinaus gebe es auch in Südbrookmerland selbst Vereine, die gleiche oder ähnliche Leistungen anbieten.
SPD-Kompromiss ebenfalls abgelehnt
Einen Unterstützer hatte die Arbeitsloseninitiative in Stefan Kleinert (SPD) gefunden. Er machte einen Kompromissvorschlag und beantragte, dem Verein einmalig 200 Euro als Zuschuss für die Arbeit der Beratungsstelle zukommen zu lassen. Doch auch damit konnte sich eine Mehrheit des Ausschusses nicht anfreunden.
Vereinsvorsitzender Johann Erdwiens hofft nun darauf, dass sich Spender finden, damit die Arbeit der Initiative weitergehen kann. Für ein Jahr fallen in der Beratungsstelle laufende Kosten von etwa 2600 Euro an.