Inklusionsprojekt Inselklasse kann an Grundschule Osteel starten
Am 5. August beginnt das nächste Schuljahr. Bis dahin ist auf dem Schulhof und im Schulgebäude noch einiges zu tun.
Brookmerland Die Inselklasse, die ab dem Sommer an der Grundschule in Osteel als Pilotprojekt angesiedelt werden soll, kann kommen. Wie die Samtgemeindeverwaltung als Schulträgerin mitteilte, hat der Samtgemeindeausschuss am Mittwoch dem Vorhaben zugestimmt. Er hatte in der vorherigen Sitzung zur Bedingung gemacht, dass die Gesamtkonferenz der Schule explizit zustimmt. Das ist nach ON-Informationen geschehen.
Landkreis organisiert das Projekt
Für die Grundschule bedeutet der Einzug der Inselklasse, dass sie Räume frei macht. Der Musikraum und die Bücherei sollen für die Zeit des Projekts, das zunächst auf zwei Jahre angelegt ist, in eine Containeranlage umziehen.
Der Landkreis Aurich hat in Kooperation mit dem Regionalen Landesamt für Schule und Bildung und dem „Regionalen Beratungs- und Unterstützungszentrum inklusive Schule“ das Pilotprojekt angestoßen und einen Standort an einer Grundschule gesucht. Osteel hatte sich gemeldet. Der Landkreis wird auch für die Kosten und die Organisation der Containerlösung aufkommen.
Maximal acht Schüler für je maximal ein halbes Jahr
In der Inselklasse sollen, wie berichtet, maximal acht Schüler aus den 27 Grundschulen im Altkreis Norden sowie der Gemeinde Südbrookmerland bis zu sechs Monate lang intensivpädagogisch betreut werden.
Es handelt sich dabei um Schüler, die sich beispielsweise nur kurz konzentrieren können, ständige Aufmerksamkeit der Lehrkraft einfordern, Konfliktsituationen nicht selbst lösen können, Arbeitsaufträge verweigern, sich unangemessen gegenüber anderen Kindern oder Erwachsenen verhalten, unruhig sind und wenig Lernbereitschaft zeigen. Ziel ist die schrittweise Wiedereingliederung der Schüler in ihre Wohnort-Grundschulen.
Das Konzept ist nicht neu. Inselklassen wurden schon in anderen Landkreisen eingerichtet.