Ausschuss berät Für neuen Standort der Feuerwehr wird Planung konkret
Wo heute grüne Wiese ist, sollen bald die Einsatzkräfte aus Münkeboe-Moorhusen unterkommen. Die Verwaltung hat fünf Standorte geprüft und sich entschieden.
Münkeboe-Moorhusen Die Feuerwehr Münkeboe-Moorhusen ist die vierte Südbrookmerlander Wehr, die ein neues Feuerwehrhaus bekommt. Im Bauausschuss geht es am Donnerstag, 16. Mai, ab 19 Uhr unter anderem um die Einleitung der Planungsverfahren. Denn an der Stelle, die der Verwaltung vorschwebt, ist sowohl eine Änderung des Flächennutzungsplans als auch ein Bebauungsplan nötig.
Wie aus den Unterlagen hervorgeht, hatte die Verwaltung fünf Flächen näher betrachtet. Die Wahl fiel auf eine landwirtschaftliche Fläche an der Upender Straße. Sie liegt auf der Südostseite der Kreisstraße, etwa auf Höhe der Einmündung Gasteweg. Sie ist mit 13.039 Quadratmetern die mit Abstand größte der überprüften Flächen und in Privatbesitz. Die Gemeinde ist hinsichtlich des Ankaufs aber bereits tätig geworden.
Als Alternativen wurden Flächen in Münkeboe und auch in Moorhusen geprüft.
Bisheriger Feuerwehrstandort stand auch zur Debatte
Zum einen ging es um den Standort des jetzigen Feuerwehrhauses. Auf der Fläche, die gebraucht würde, befindet sich aber auch das Vereinsheim des VfB Münkeboe.
In direkter Nachbarschaft liegt das Dörpmuseum und finden auf den Pflasterflächen Veranstaltungen statt. Unter anderem wird dort bislang das Festzelt aufgebaut. Das Grundstück gehört der Gemeinde. Es ist aber auch nur 1748 Quadratmeter groß und von den fünf möglichen Flächen die Kleinste.
Die Standorte zwei und drei liegen direkt nebeneinander am Hundertdiematsweg, direkt gegenüber der dortigen IGS Marienhafe-Moorhusen (Fläche 3) beziehungsweise am dortigen Kreisverkehr (Fläche 2). Fläche 2 ist 5002 Quadratmeter groß. Bei Fläche 3 stehen 2503 Quadratmeter zur Verfügung. Beide gehören bereits der Gemeinde.
Fläche 5 liegt ebenfalls an der Upender Straße, an der Zufahrt zu den Tennis-Anlagen des TC Münkeboe. Sie ist 3353 Quadratmeter groß und laut Vorlage für den Gemeinderat noch in Privatbesitz. Auf der Fläche gibt es einen Altbaumbestand.
Standort in Moorhusen wäre im Konflikt mit dem Schulverkehr
Die Verwaltung zieht folgendes Fazit aus dem Flächenvergleich: Die Flächen 2 und 4 wären ausreichend groß für einen Neubau und die Nebenanlagen. Für Fläche 1 gilt das nicht, und für Fläche 5 nur bedingt. Als Nachteil der Fläche am Kreisverkehr und dem dortigen ZOB nennt die Verwaltung die Anbindung. Zu Schulbeginn und -ende sind dort viele Busse, Autos und Schüler unterwegs, sodass das Ausrücken der Feuerwehr gestört sein könnte.
Für den Standort 4 spricht aus Sicht der Verwaltung nicht nur die Grundstücksgröße, sondern auch die direkte Anbindung an die Kreisstraße.
Teil der Unterlagen ist auch bereits ein Vorentwurf des Lageplans auf Fläche 4. Angrenzend an die Wohnhäuser ist dort die Regenrückhaltung vorgesehen. Das Feuerwehrhaus würde an die andere Grundstücksseite gebaut. Zur Straße zeigen würde die Fahrzeughalle mit direkter Ausfahrt in Richtung Straße. Dahinter angebaut wird laut Vorentwurf der Mannschaftsbereich mit Gruppenraum, Küche, Umkleiden und sanitären Anlagen. Zwischen dem Feuerwehrhaus und dem Regenrückhaltebecken soll die Anfahrt der Feuerwehrleute erfolgen. Die Parkplätze befinden sich links und rechts vom Eingang des Mannschaftsgebäudes sowie im hinteren Bereich des Grundstücks.
Der Ausschuss soll nun einen Aufstellungsbeschluss für das Projekt fassen.
Außerdem geht es in der Sitzung des Bau-, Planungs- und Verkehrsausschusses um Beschlüsse zu den Einmündungen der Gewerbestraße und des Ritzweges in die Bundesstraße und die Erweiterung eines Betriebes an der Ostvictorburer Straße.