Tradition Mit 500 Rosen in den Mai
In Aurich wurde der Maibaum am Dienstag mit einem Kran in die Höhe gelupft. Diesmal steht er an ungewohntem Ort.
Aurich - Vier Bäume stehen jahrein, jahraus auf dem Platz vor dem Auricher Rathaus. Am Dienstagabend ist zur Mai-Nacht ein fünfter hinzugekommen – mit 23 Metern deutlich höher und auch viel bunter. Zusammen mit einigen Hundert Zuschauern hat der Verein der Auricher Altstadt-Gastronomie ab etwa 16.30 Uhr den Maibaum der Kernstadt direkt vor Ort geschmückt. Ab 18 Uhr begann das Hochziehen, das an diesem ungewohnten Ort von einem Kran der Firma Ulferts erledigt werden musste.
Seit einigen Jahren war der Marktplatz zuletzt der Ort des Maibaums. In diesem Jahr erfuhren die Gastronomen von der Stadtverwaltung, dass der Maibaumständer dort nicht mehr den Sicherheitsanforderungen entspricht. Die eigentlich auf zwei Tage geplante Feier musste abgesagt werden.
40 Meter Girlande und säckeweise Rosen
Das Frühlingssymbol kam nun auf dem Rathausplatz zum Stehen. Geschmückt wurde er vom Verein der Altstadtgastronomen und von fleißigen Helfern des Auricher Schützenvereins. Siegfried Janssen vom Vorstand berichtete, dass die Frauen 500 Rosen gewickelt hatten.
Sie alle mussten am Dienstag noch am Baum befestigt werden. Die 40 Meter lange Girlande hatten Vertreter der Altstadt-Gastronomie und des Schützenvereins gebunden. Alles in allem dauerte die Vorbereitung laut Arno Fecht von den Altstadt-Gastronomen sechs Stunden. Der Auricher Blumenladen Garten Eden hatte das Grün gespendet.
Der Landwirt und frühere Ratsherr Udo Haßbargen transportierte den Baum zum Rathausvorplatz, der Betriebshof hatte eine Birke für die Spitze in petto, wie Fecht aufzählte. Und die Stadt half den Gastronomen aus der Patsche, in die sie sie mit der Absage für den Marktplatz erst gebracht hatte: Fuhrunternehmer Edo Hoofdmann konnte auf dem engen Platz am Rathaus den Baum diesmal nicht aufstellen.
Daher kümmerte die Stadt sich um den Kran von Ulferts. Um die Schlaufe zu entfernen, sprang dann noch Gerstmeier Immobilien spontan in die Bresche und schickte einen Steiger.
Die Hits der 80er und 90er und „Der Mai ist gekommen“
Hauptorganisator Sascha Hellwig von der Bar Tresor schlug nicht nur die Bolzen und die Keile ein, als der Baum stand. Seine Mannschaft vom Tresor, das Team der Pinte, ein Imbisswagen von Kanzler und ein Softeis-Stand von Wilken sorgten dafür, dass unter dem Maibaum niemand hungrig oder durstig bleiben musste.
Die Band Adenalin sorgte mit Hits aus den 1980er- und 90er-Jahren für Stimmung. Zuerst wurde jedoch „Der Mai ist gekommen“ angestimmt.
Kaum stand der Baum, begann auch schon die Pflicht: Die Wache teilten sich die Altstadtgastronomen und einige Gäste der Pinte.