Fünfter Jahrgang Neue Moordorfer Schule erneut zweizügig
58 Kinder haben sich für das neue Schuljahr an der Freien Christlichen Schule Ostfriesland in Moordorf angemeldet. Das Interesse an einer anderen Schule sinkt dagegen weiter.
Südbrookmerland - Manche hatten erwartet, die Anmeldezahlen für die Freie Christliche Schule in Moordorf würden in diesem Jahr deutlich unter denen des Vorjahres liegen. Schließlich ist es nach der Eröffnung des Standortes am Schultrift deutlich ruhiger um die Schule geworden, als es noch während der politischen Debatte um ihre Ansiedlung der Fall war. Doch nun zeigt sich: Im kommenden Schuljahr wird die FCSO erneut zweizügig sein. Die Zahl der Schüler, die den Moordorfer Standort insgesamt besuchen, wird sich im Sommer verdoppeln.
Wie Konrad Huismann vom Trägerverein der Schule unserer Redaktion auf Anfrage sagte, liegen bislang 58 Anmeldungen für das neue Schuljahr vor. Wenige Wochen vor dem Ende des ersten FCSO-Schuljahres in Moordorf spricht er von einer guten Entwicklung. „Wir haben da ein gutes Team“, so Huismann. Denkbar ist, dass sich die Anmeldezahlen in den nächsten Wochen noch ändern werden. Das ist zumindest eine Erfahrung, die andere Schulen seit Jahren machen.
Brookmerlander Interesse an IGS sinkt offenbar
Beispielsweise die IGS Marienhafe-Moorhusen. Wie berichtet, lagen dort bis Montag 91 Anmeldungen für den künftigen fünften Jahrgang vor. Was die Veränderungen durch die Nachmeldungen betrifft, nennt Schulleiter Kai-Dieter Hoop ein Beispiel aus dem vergangenen Jahr. Da lagen zum Ende der eigentlichen Anmeldephase 97 Anmeldungen vor. Tatsächlich eingeschult wurden dann 114 Kinder. Die aktuelle Zahl von 91 Kindern würde für die IGS erstmals eine Vierzügigkeit bedeuten. Die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die sich für den Besuch der Schule anmelden, ist in den vergangenen Jahren immer weiter zurückgegangen. In früheren Jahren war der fünfte Jahrgang dort schon siebenzügig und es drohte eine Raumnot an der Schule. In der Folge wurde das Gebäude um einen zusätzlichen Trakt erweitert.
Insgesamt gibt es in der Gemeinde Südbrookmerland und der Samtgemeinde Brookmerland derzeit 305 Viertklässler. Knapp ein Drittel davon hat sich demnach für die IGS entschieden. Zumindest rechnerisch, denn theoretisch kann die IGS Marienhafe-Moorhusen auch von Kindern aus anderen Gemeinden angewählt werden. In jedem Fall scheint die Schule bei den Kindern aus der Samtgemeinde Brookmerland an Beliebtheit eingebüßt zu haben. So hatten sich laut Hoop im vergangenen Jahr von 134 Viertklässlern aus dem Brookmerland noch 40 für die IGS entschieden. In diesem Jahr gibt es dort 135 Viertklässler – aber nur noch 29 Anmeldungen an der IGS. In Südbrookmerland gibt es dagegen einen gegensätzlichen Trend. Im vergangenen Jahr meldeten sich von 194 Viertklässlern 52 an der IGS an. In diesem Jahr gibt es 24 Viertklässler weniger, dafür mit 61 Kindern aber neun Anmeldungen mehr.
Eltern sollten befragt werden
Über die Gründe dafür, dass sich nicht einmal die Hälfte der möglichen Kinder für die örtliche Schule entscheidet, an der alle Schulabschlüsse möglich sind, lässt sich nur spekulieren. Aufschluss geben soll eine Elternbefragung. Diese wird in der IGS-Arbeitsgemeinschaft, einem Gremium mit Vertretern beider beteiligter Kommunen besetzt ist, auf den Weg gebracht und sollte im Herbst vergangenen Jahres stattfinden. Über Ergebnisse und Erkenntnisse daraus ist bislang jedoch noch nichts bekannt geworden. Ob diese überhaupt öffentlich vorgestellt werden, ist unklar.