Turnhalle weiterhin gesperrt  Vereine überrascht über Informationen der Stadt Aurich

| | 24.04.2024 09:11 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die Nutzung der Turnhalle und des Sportplatzes auf dem Auricher Kasernengelände ist derzeit untersagt. Foto: Romuald Banik
Die Nutzung der Turnhalle und des Sportplatzes auf dem Auricher Kasernengelände ist derzeit untersagt. Foto: Romuald Banik
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Erst kürzlich freuten sich die Sportvereine der Stadt, dass die Turnhalle auf dem Kasernengelände wieder nutzbar ist. Nun wurde das Gegenteil mitgeteilt.

Aurich - Die Turnhalle auf dem Kasernengelände in Aurich hat schon mehrere Volten erlebt. Zuerst wollte die Stadt dort neu bauen und die alte Halle abreißen. Anfang 2022 wurde dann beschlossen, die bestehende Halle doch weiterzunutzen. Im Herbst 2022 kam die nächste Änderung: Die Turnhalle wurde als einzige Sporthalle im Landkreis Aurich als Notunterbringung für Geflüchtete gebraucht und tatsächlich bis Anfang dieses Jahres auch so genutzt.

Seit Ende Februar hat die Stadt Aurich die Sporthalle wieder selbst zur Verfügung. Vor einiger Zeit wurden die Vereine informiert, dass sie bald wieder verplant werden könne. Entsprechend groß war die Überraschung in einigen Vereinen, als ihnen die Interessengemeinschaft der Auricher Sportvereine (IGASV) in der vergangenen Woche mitteilte, dass man sich zu früh gefreut habe. „Laut Mitteilung der Stadt Aurich von heute ist ab sofort bis auf Weiteres die Nutzung der Sporthalle in der ehemaligen Blücherkaserne und die Nutzung des Sportplatzes mit Rasenplatz auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände seit dem 12.04.2024 für den allgemeinen Trainings-, Schulsport- und Sportbetrieb gesperrt und seitens der Stadt Aurich untersagt“, heißt es darin.

Anfang nächster Woche findet Termin mit Versicherung statt

Darauf angesprochen, sagte Bürgermeister Horst Feddermann am Dienstag, dass dies nichts mit einer neuerlichen Unterbringung von Geflüchteten zu tun habe. Der Landkreis beanspruche die Halle nicht erneut. Die kurzfristige Nutzungsuntersagung habe vielmehr mit dem Kauf des Areals von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben zu tun. Neben der Turnhalle sei derzeit auch die Nutzung des Sportplatzes untersagt. Im Zuge des Übergangs seien für die Stadt nun versicherungsrechtliche Fragen aufgetaucht, die zuerst geklärt werden müssten, so der Bürgermeister.

Ein Ortstermin mit der Versicherung sei für den kommenden Montag geplant. Dann werde sich im Laufe der nächsten Woche hoffentlich einiges klären. Er hoffe, dass einer Nutzung dann relativ schnell nichts mehr im Wege steht.

Vertreter der Sportvereine: Sehr überraschend

Auch im Sozialausschuss am Dienstagabend war die Sperrung Thema. Der Vertreter der IGASV im Ausschuss, Patrice Sineux, sprach die überraschende neue Situation in seiner letzten Sitzung nach 23 Jahren in dem Gremium am Dienstag an. Die Vereine stünden angesichts der kurzfristigen Rücknahme der Nutzungszusage vor einem Rätsel. Die Vergabe der Hallenzeiten sei bereits angelaufen.

Was die Versicherung genau bemängelt, wurde auch ihm nicht mitgeteilt. Ausschussvorsitzende Ingeborg Hartmann-Seibt (SPD) berichtete, dass die Politik am Montag im nicht-öffentlichen Verwaltungsausschuss über die Sperrung der Sportanlagen informiert worden sei. Mehr erfahre die Stadt in der nächsten Woche.

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