Helfer in Schulen im Landkreis Aurich Für 460 Schulbegleiter soll es im Mai Klarheit geben
Die Mitarbeiter der KVHS-Tochterfirma Auno unterstützen rund 1000 Schüler mit Handicaps. Bald soll feststehen, wie es für sie weitergeht.
Aurich - Im Jahr 2018 waren es noch 336, heute gibt es fast 460 sogenannte Schulbegleiter im Landkreis Aurich. Sie betreuen Mädchen und Jungen mit verschiedenen Handicaps im Schulalltag. Zum Schuljahr 2018/19 führte der Landkreis Aurich eine neue Betreuungsform ein, das sogenannte Poolmodell. Dabei gibt es keine Eins-zu-eins-Betreuung der Kinder mit Unterstützungsbedarf mehr, sondern flexible Betreuungsformen in kommunalen Schulverbünden.
Dieses Modell ist jedoch zunächst befristet. Deshalb steht zumindest formal noch nicht abschließend fest, wie es für die 460 Schulbegleiter weitergeht. Nun soll es am Montag, 13. Mai, eine gemeinsame Sitzung von Jugendhilfeausschuss und Sozialausschuss des Landkreises (15 Uhr, Stadthalle Aurich) geben. Dort soll das Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz (ISM), das das Projekt begleitet, der Kreispolitik eine Empfehlung geben, wie es weitergeht. Die endgültige Entscheidung fällt dann voraussichtlich im Kreistag am 17. Juni. „Insofern lässt sich zu der Thematik aktuell noch nichts Konkreteres sagen“, so Müller-Gummels.
Beratungsinstitut lobte Landkreis für Konzept
Das ISM hatte bereits im Mai 2022 nach vier Jahren ein Zwischenfazit präsentiert. Geschäftsführer Heinz Müller zeigte sich seinerzeit geradezu begeistert. „Glückwunsch und Anerkennung. Sie haben 2018 den Mut gehabt, das Projekt auszurollen. Sie sind bundesweit mit diesem inklusiven Konzept Vorreiter“, sagte der Pädagoge den Verantwortlichen beim Landkreis.
Insgesamt sind im Landkreis Aurich mehr als 1000 Kinder und Jugendliche von Schulbegleitung in verschiedenen Formen betroffen. Die Zahlen stiegen über die Jahre deutlich an. Die jährlichen Kosten lagen 2020/21 bei knapp sieben Millionen Euro. Seit 2017 hatte es immer wieder intensive Diskussionen um die Bezahlung der Schulbegleiter gegeben. Diese wurde schließlich auch auf Druck der Kreispolitik schrittweise erhöht.
Erster Kreisrat Puchert deutete Fortsetzung an
Im Dezember 2023 hatten sich gute Nachrichten für die Schulbegleiter in der KVHS-Tochtergesellschaft Auno zumindest im zuständigen Ausschuss angedeutet. Die Freie Wählergemeinschaft hatte die Fortführung des Poolmodells und die Weiterbeschäftigung der Mitarbeiter beantragt.
Erster Kreisrat Dr. Frank Puchert versprach seinerzeit: „Wir werden im Kern das verwirklichen, was Sie beantragen.“ Weitere Details nannte er noch nicht.
Antragsteller Heinrich Ubben (Freie Wählergemeinschaft, Brookmerland) sagte seinerzeit: „Es ist ein gutes Zeichen zu Weihnachten, dass es weitergeht und sich die Belegschaft keine Sorgen machen muss.“