Trainerfrage geklärt Neuer Trainer für den SV Wallinghausen
Der Auricher Jerzey Klukowski (57 Jahre) übernimmt im Sommer den Fußballbezirksligisten. Wie er sich gegen mehrere Konkurrenten durchsetzte.
Wallinghausen - Er ist zurück. Nach einer Pause von mehr als zweieinhalb Jahren übernimmt der Auricher Jerzey Klukowski wieder ein Traineramt in der Fußballbezirksliga. Er wird ab dem Sommer Ewald Mühlenbrock folgen, der beim SV Wallinghausen ausscheidet. Die Entscheidung fiel Anfang dieser Woche, sagte der Sportliche Leiter Jannes Hagena auf Nachfrage der Ostfriesischen Nachrichten. Hagena bekannte: „Wir haben auch mit anderen Kandidaten gesprochen, aber Klukowski hat überzeugt und sich durchgesetzt. Er brennt für Fußball.“
Entscheidend war ein Gespräch mit den SVW-Verantwortlichen zu Hause bei Klukowski. Auf der Besucherliste standen neben Hagena die Vereinsvorsitzende Lina Bünting, Kotrainer Albert Folkers und mit Bent Bogena ein Vertreter des Mannschaftsrates. Eine namhafte Runde.
Kennenlernen im Wohnzimmer
Der umworbene Klukowski erzählte im Gespräch mit den ON: „Ich mache so etwas gerne zu Hause und mein Wohnzimmer ist ja auch groß genug“, „flachste der 57-Jährige. Er freute sich nun über die Entscheidung des Bezirksligisten. „Das ganze Paket passt“, bilanzierte Klukowski seine Eindrücke vom SVW und betonte: „Ein bodenständiger und sympathischer Verein und eine Mannschaft mit vielen jungen Spielern.“
Die Arbeit mit motivierten und talentierten Fußballern liegt ihm besonders am Herzen. Der Weg zu den SVW-Sportanlagen ist für Klukowski kurz. Zu Fuß rund zehn Minuten, dann steht er auf dem Grün. Ein Heimspiel. Nicht nur das. Seine Frau Claudia ist gebürtige Wallinghausenerin und somit von Haus aus Anhängerin des SVW. Damit wächst auch intern der Druck auf ihn, zu liefern, was die Familie erwartet. Nämlich Erfolge und torreiche Spiele.
Einer, der sich auskennt
Der Sportliche Leiter Hagena hat Klukowski noch als Trainer bei der SG Egels-Popens erlebt und weiß: „Jurek hat bewiesen, wie man erfolgreich mit jungen Spielern arbeitet.“ Klukowski hat in Ostfriesland schon einige Mannschaften trainiert. Nach seiner Zeit bei der SG Egels-Popens hatte er ein kurzes Gastspiel von einem halben Jahr bei Germania Leer. Danach war er vier Jahre lang für den Bezirksligisten TuS Middels tätig. Dort war im Sommer 2020 Schluss. Es folgte eine einjährige Station beim SC Wiesens (Ostfrieslandklasse A), ehe er sich ab Ende 2021 eine Pause zum Nachdenken gönnte. Sie hätte im Sommer 2023 enden können mit einem Engagement beim TuS Weene. Dort sollte er die Nachfolge vom Marco Frerichs antreten. Die Zusammenarbeit platzte kurz vor Amtsantritt. Klukowski zog seine Zusage zurück, weil einige Stammspieler den Verein überraschend verließen.
Das ist Schnee von gestern, so Klukowski. Er blickt mit Freude auf seine Arbeit bei den Grün-Weißen. Ein Termin steht auch schon fest. Der SV Wallinghausen als Turniersieger des Ostfriesland Cup 2023 eröffnet das diesjährige Turnier am Sonntag um 15 Uhr zu Hause. Der Gegner ist zwar noch unbekannt, aber er dürfte gleich zum Auftakt eine fordernde Aufgabe für Trainer und Team sein.