Sachspenden Spieskamer hat nun einen Piratenwagen
Die Spieskamer in Rechtsupweg hat einige Spenden bekommen. Neben Geld auch eine mit mehreren Rädern, einer Auslage und bunten Bildern.
Brookmerland Über einen Mangel an Spenden kann sich die Spieskamer in Rechtsupweg, die Bedürftige aus dem Brookmerland versorgt, derzeit nicht beklagen.
Nach Angaben des Vorsitzenden des Trägervereins, Adolf Kümmel, hat die Samtgemeinde Brookmerland in der Vorweihnachtszeit 1500 Euro zur Verfügung gestellt, um haltbare Lebensmittel für die Tafel-Kunden anzuschaffen. Diese werden seltener von Supermärkten gespendet als Frischware und sind daher sehr begehrt.
Samtgemeinde gab eine Spende und einen Zuschuss
Von der Samtgemeinde hat der Trägerverein der tafelähnlichen Einrichtung außerdem einen Zuschuss in Höhe von 2000 Euro bekommen, um einen neuen Kühlanhänger anschaffen zu können. Der bisherige musste, wie berichtet, im vergangenen Jahr ersetzt werden. Neben einer Spende in Höhe von 1000 Euro vom Rotary-Club Norden und Einnahmen des Trägervereins aus besonderen Veranstaltungen im Sozialen Kaufhaus trägt der Zuschuss der Kommune nun spürbar dazu bei, das wichtige Transportmittel anschaffen zu können. Der Verein habe einen formlosen Antrag eingereicht und das Geld bewilligt bekommen, so Kümmel.
Auch einige Privatleute hätten vor Weihnachten großzügig gespendet.
Und seit Kurzem hat das Soziale Kaufhaus noch zwei besondere „Ausrüstungsgegenstände“ überantwortet bekommen. Zum einen spendete Gastronom Michael Möss aus Norden einen kunterbunten Imbisswagen mit maritimem Flair. Dieser „Piratenwagen“ stand einmal in Norddeich am Strand beim Haus des Gastes. „Jetzt wird er bei den Events vorm Sozialen Kaufhaus stehen und die Aktionen unterstützen“, heißt es vom Team.
Anlaufpunkt für kardiologische Notfälle
Außerdem werden die Spieskamer und das Soziale Kaufhaus zum Notfall-Anlaufpunkt. Dort ist nun ein Defibrillator zu finden. Er wurde laut Kümmel überwiegend durch die Raiffeisenbank Fresena finanziert. Der Defibrillator hängt im Sozialen Kaufhaus hinter der Eingangstür und kann in Notfällen benutzt werden.
Kümmel freut sich über das Gerät, das bei einem Kammerflimmern Leben retten kann. Seit die Hausarztpraxis in Rechtsupweg zugemacht habe, gebe es in Notfällen keinen Anlaufpunkt im Ort. Nun sei wenigstens bei kardiologischen Notfällen eine Erste-Hilfe-Anlaufstelle da. Beispielsweise in Leezdorf habe die Raiba den Defibrillator in ihrer Filiale installiert. In Rechtsupweg habe die Raiba nun ein Gerät im Sozialen Kaufhaus ermöglicht.
Während die soziale Einrichtung Spenden für ihre Arbeit bekommen hat, sind die ehrenamtlichen Helfer immer noch knapp. Weiterhin ist laut Kümmel jede helfende Hand willkommen, die zuverlässig mit anpacken möchte.