Schnuppertag in IGS Marienhafe-Moorhusen Viertklässler mit Hund, Biene und Dino auf Erkundung
Rund 300 Viertklässler haben sich an zwei Schnuppertagen den Schulstandort Moorhusen angesehen. Die Schule warb mit ihren Angeboten. Auf die Antworten der Elternbefragung wird aber noch gewartet.
Münkeboe - Zu schnuppern gab es zwar wenig, dafür aber viel zu sehen, zu hören und zu bestaunen. Bei den beiden Schnuppertagen an der IGS-Marienhafe-Moorhusen haben sich am Dienstag und Mittwoch die jetzigen Viertklässler der Brookmerlander und Südbrookmerlander Grundschulen den IGS-Standort in Moorhusen näher angeguckt. In Moorhusen werden die Fünftklässler eingeschult und wechseln nach vier Jahren an den Schulstandort in Marienhafe.
Die IGS hatte ein Potpourri ihres umfangreichen Angebots auf die Bühne geholt. Dort sangen und sprachen die jetzigen Fünftklässler Niederländisch und Französisch. Es gab einige Experimente und die Grundschüler konnten einen der Schulhunde und seine Kunststücke kennenlernen. Ebenso die Regel: Wenn eine Hand auf dem Tisch ist und arbeitet, darf die andere auch im Unterricht den Hund streicheln. Außerdem gab es eine sportliche Tanzvorführung mit Bällen sowie Kostproben der Bläserklasse und der Schulband, die ausnahmsweise von einem Dinosaurier verstärkt wurde. Auch eine preisgekrönte Schülerarbeit aus dem 12. Jahrgang wurde vorgestellt.
Schule hat erstmals ein Jugend-forscht-Team beim Regionalentscheid
Neu im Angebot ist laut Schulleiter Kai-Dieter Hoop der Wahlpflichtkurs „Jugend forscht“. Drei Schülergruppen stellten Projekte vor. So hatten Schüler untersucht, ob Horror-Computerspiele den Puls in die Höhe treiben. Andere hatten die Tierwelt im Schulteich unter das Mikroskop genommen und eine dritte Gruppe hatte solarbetriebene Autos gebaut. Sie stellt ihre Ergebnisse in dieser Woche beim Jugend-forscht-Regionalwettbewerb in Emden vor.
Hoop zufolge hatten sich 139 Schüler aus dem Brookmerland und 170 Schüler aus Südbrookmerland mit insgesamt 24 begleitenden Lehrkräften zum Schnuppern angemeldet. Auch wollten rund 35 Eltern aus dem Brookmerland die Schule besser kennenlernen. Aus Südbrookmerland hatten sich Hoop zufolge mehr als 60 Eltern angemeldet, es war jedoch nur rund die Hälfte erschienen.
Nach einer einstündigen Begrüßungsshow in der Pausenhalle gingen die Klassen auf das Schulgelände, um die IGS noch direkter kennenzulernen. Musikräume, Kunst-, Werk- und Textilräume, der naturwissenschaftliche Bereich sowie das Projekt Bienenschule wurden ihnen näher vorgestellt – jede Gruppe machte an drei Stellen Station.
Wenig Fragen seitens der Eltern
Während die Schüler unterwegs waren, hatten die Eltern Gelegenheit, Fragen zu stellen. Das sei an beiden Tagen jedoch kaum geschehen, so Hoop. Den Eltern sei das Lernkonzept der IGS mit seiner Binnendifferenzierung vorgestellt worden. Es sei in den Gesprächen dann aber vor allem um die Berücksichtigung von Freundesgruppen beim Schulwechsel oder individuelle Anliegen gegangen.
Sein Eindruck sei gewesen, dass viele Eltern schon eine Meinung gehabt hätten, sagte der Schulleiter.
Mehr als 1000 Schüler besuchen die IGS Marienhafe-Moorhusen. Allein am Standort Moorhusen sind es fast 600 Kinder in den vier Jahrgängen. Zuletzt hatten sich aber weniger Schüler für den fünften Jahrgang angemeldet als beispielsweise vor fünf Jahren.
Elternbefragung soll Gründe für die Schulwahl offenlegen
Die Samtgemeinde Brookmerland und die Gemeinde Südbrookmerland, die eine Kooperationsvereinbarung über den Betrieb der IGS haben, haben deshalb einen Fragebogen an die Eltern von Dritt- und Viertklässlern entworfen. Von einer der Brookmerlander Grundschulen wisse er, dass der Fragebogen inzwischen bei den Eltern vorliege und ausgefüllt werde, so Hoop. Inwieweit dies für alle Schulen in den beiden Gemeinden gelte, könne er nicht sagen.
Fest stehe aber, dass bislang die Ergebnisse noch nicht bei ihm vorliegen. Unter anderem ging es bei der Befragung um die Meinung der Eltern zur Bus-Anbindung der beiden IGS-Standorte, zur Schulhofgestaltung, zu ihren Wünschen hinsichtlich der Mittagsverpflegung und zum Ganztagsunterricht. „Es gibt inzwischen wieder durchaus Tendenzen, dass Eltern nicht mehr so dahinterstehen wie bisher“, so Hoop.
Mehrere Südbrookmerlander Grundschulen haben ein recht umfangreiches Schnupperprogramm in diesem Jahr. Neben der IGS schauen sie sich auch noch die im vergangenen Jahr als Außenstandort gegründete Freie Christliche Schule Ostfriesland in Moordorf sowie die Friederikenschule in Großheide an.
Hoop ist froh, dass die Social-Media-Beiträge, die die Schule vor etwa einem Jahr zu Unrecht in ein schlechtes Licht rückten, Geschichte sind. Die IGS arbeite inzwischen zudem eng mit der Präventionsabteilung der Polizei zusammen.