Bagger in Upgant-Schott  Erweiterung des Gewerbegebiets Hansestraße gestartet

| | 08.02.2024 10:00 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Seit der vergangenen Woche laufen die Erschließungsarbeiten für die gut fünf Hektar große Erweiterung des Gewerbegebiets Upgant-Schott. Fotos: Thomas Dirks
Seit der vergangenen Woche laufen die Erschließungsarbeiten für die gut fünf Hektar große Erweiterung des Gewerbegebiets Upgant-Schott. Fotos: Thomas Dirks
Artikel teilen:

Wo zuletzt Mais stand, transportieren Bagger nun große Mengen Erdreich. Sie wühlen für die Erweiterung des Gewerbegebiets Hansestraße.

Upgant-Schott - Es ist nach dem vielen Regen der vergangenen Wochen nass auf den Brookmerlander Feldern. Umso notwendiger für die Zukunft ist das, was die Firma G. Herfeld aus Rechtsupweg seit einigen Tagen auf dem früheren Maisland an der Bundesstraße 72 in Upgant-Schott macht. Bagger bewegen große Mengen Erdreich, um die Regenrückhaltung für die Erweiterung des Gewerbegebiets Hansestraße anzulegen.

Wie mehrfach berichtet, soll das Areal in Upgant-Schott in den kommenden Jahren deutlich vergrößert werden. Zunächst geht es allerdings erst einmal um eine Fläche von gut fünf Hektar südlich des bisherigen Gebietes. Das Regenrückhaltebecken soll im südlichsten Bereich der Erweiterung an der Bundesstraße entstehen.

Tausende Kubikmeter Erdreich werden angefasst

Die Erschließung der neuen Gewerbeflächen kostet nach Verwaltungsangaben rund 1,5 Millionen Euro. Sie wird mit 1,2 Millionen Euro gefördert. Die 14 Parzellen, die verkauft werden, sind zwischen 1630 und 5110 Quadratmeter groß. Mehr als 50 Firmen hatten sich darum beworben.

Doch bevor Unternehmen sich ansiedeln können, müssen die Bagger mehrere Tausend Kubikmeter Erdreich bewegen. Die Bodenschichten müssen laut Ausschreibungstext sortengetrennt abgetragen werden. Sie werden eingelagert und später wieder verwendet. Der Oberbau ist zu verdichten. Zudem sind der Schmutzwasser- und Regenwasserkanal zu verlegen.

Allein für das Regenrückhaltebecken geht es laut Ausschreibung um 2860 Kubikmeter Boden, die gelöst und zwischengelagert werden müssen. 1920 Kubikmeter Erdreich sollen einplaniert werden im Gelände. Weitere 860 Kubikmeter werden zur Grabenverfüllung benutzt.

4700 Quadratmeter sind für die Straße vorgesehen

Die Liste der Arbeiten ist lang. Unter anderem muss ein Planum von 6800 Quadratmetern angelegt werden. 1600 Tonnen Schottertragschicht werden für die künftige Straße eingebaut. 4700 Quadratmeter werden dadurch versiegelt. Die Straße schließt an das bisherige Ende der Hansestraße bei der Kartbahn an und führt zu einem Wendehammer neben dem Regenrückhaltebecken sowie an einer Stelle als Stichstraße mit Wendehammer hinein ins Gebiet.

Mehrere Bagger sind im Einsatz, um Tausende Kubikmeter Boden zu bewegen.
Mehrere Bagger sind im Einsatz, um Tausende Kubikmeter Boden zu bewegen.

In großem Umfang wird auch Geotextil verlegt. In einem Graben an der Westseite der neuen Fläche sollen laut Ausschreibung 3450 Quadratmeter Geokunststoffgewebe ausgebracht werden. Auf weiteren 5800 Quadratmetern wird Geotextil verlegt. Das Material soll die Stabilität des Untergrunds verbessern, sodass die Lebensdauer und Belastbarkeit von Verkehrs- und Wasserbauanlagen steigt.

Grundstückspreis wurde festgelegt

19 LED-Mastleuchten sollen die neue Straße ausleuchten. Ausgeschrieben wurde auch die elektrotechnische Ausrüstung der neu zu errichtenden Schmutzwasser-Pumpstation.

Die Grundstücke werden zum Kaufpreis von 50,50 Euro pro Quadratmeter angeboten. Darin enthalten sind nach Angaben der Verwaltung die anteiligen Erschließungskosten in Höhe von 1,52 Euro pro Quadratmeter, der Kanalanschlussbeitrag und der Vermessungskostenanteil.

Die interessierten Firmen mussten ein Bewerbungsverfahren durchlaufen und wurden nach bestimmten Kriterien ausgewählt – unter anderem die Gewerbesteuerzahlungen der Vorjahre. Laut Verwaltung sollen rund 150 neue Arbeitsplätze für das Brookmerland entstehen.

Ähnliche Artikel