Kinder in Südbrookmerland So steht es um den Kita-Neubau
In Neu-Ekels soll eine neue Kindertagesstätte gebaut werden. Wie es um die Pläne steht und wann es losgehen soll.
Südbrookmerland - Geht es nach Bauamtsleiter Konke Wienekamp, dann rücken im Spätherbst 2024 in Neu-Ekels die Baumaschinen an. Dann soll möglichst mit dem Bau der neuen Kindertagesstätte begonnen werden. Das sagte Wienekamp kürzlich bei einem Pressegespräch. Rund 5,2 Millionen Euro soll das Ganze kosten.
Anfang vergangenen Jahres hatte Antje Borchert, Architektin bei der Gemeindeverwaltung, ihre Ideen für die neue Kita vorgestellt. Entstehen soll das Gebäude auf einer Grünfläche hinter der ehemaligen Grundschule in Neu-Ekels. Die Grundfläche plant die Architektin mit etwa 44 mal 44 Metern. Ihre Pläne machten seinerzeit Eindruck. Trotz der frühen Phase der Planungen wirkte bereits vieles gut durchdacht. Dazu hatte die Planerin gleich von Beginn an das Landesjugendamt und die Kitaleitung aus Theene ins Boot geholt. Die dortige Kita soll nämlich geschlossen werden, sobald der Neubau steht. Voraussetzung ist aber, dass die Zahl der Kitaplätze in der Gemeinde dann ausreicht. Auf diesen Kompromiss hatte sich die Politik nach minatelangem Ringen um einen Neubau geeinigt.
Alter Schulhof in Neu-Ekels soll erhalten werden
Laut Plan soll ein vierflügeliges Gebäude mit einem großen Innenhof entstehen. Dieser soll vor allem als Spielfläche für den Krippenbereich genutzt werden. Große Dachflächen ließen sich für die Energieerzeugung durch Photovoltaik nutzen, sodass der benötigte Strom direkt auf dem Gebäude produziert werden kann. Eine Spielfläche für die Kindergartenkinder soll außerhalb des Gebäudekomplexes, ebenfalls auf der Freifläche hinter der alten Schule, entstehen.
Den ehemaligen Schulhof in Neu-Ekels bezeichnete Antje Borchert als ortsbildprägend. Er soll in weiten Teilen erhalten und aufgehübscht werden. Aktuell steht dort ein Container-Provisorium, in dem bereits neue Betreuungsplätze entstanden sind. Sobald der Neubau fertig ist, ziehen die Kinder dorthin um.
Auf jeden Fall erhalten bleiben sollen die alten Schulgebäude. Diese werden von unterschiedlichen Vereinen als Unterkunft genutzt. Das soll auch so bleiben.
Gemeinde galt als Sorgenkind bei Kitaplätzen
In den vergangenen Jahren galt die Gemeinde zeitweise als Sorgenkind in Sachen Kitaplätze. Längst nicht alle Familien, die sich um Betreuungsplätze in Krippe oder Kindergarten beworben hatten, bekamen auch einen Zuschlag. Vergeben wurden die Plätze Jahr für Jahr nach einem Punktesystem. Dann startete die Gemeinde jedoch eine Kitaplatz-Offensive. Vielerorts entstanden neue Gruppen, sodass das Angebot stieg. Bürgermeister Thomas Erdwiens geht davon aus, dass sich seine Gemeinde spätestens mit Fertigstellung des Neubaus von einem Sorgenkind zu einem Spitzenreiter in der Versorgung mit Kitaplätzen gemausert haben wird.
Rund 1,5 Millionen Euro wird die Gemeinde voraussichtlich noch in diesem Jahr für den Neubau ausgeben. Der Restbetrag wird im Haushalt des kommenden Jahres veranschlagt, wie Kämmerer Wilfried Müller erklärte. Vorausgesetzt, alles läuft glatt und der Bau wird genehmigt.