Hochwasser in Ferienhaussiedlung  Erneut „Land unter“ am Großen Meer

| | 03.01.2024 22:46 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Einsatzkräfte der Südbrookmerlander Feuerwehren kämpften zusammen mit dem Entwässerungsverband, dem THW und den Bauhofmitarbeitern gegen die weitere Ausbreitung des Wassers. Dazu wurde unter anderem wieder ein Tigerdamm als Barriere erreichtet. Foto: Wilfried Gronewold
Einsatzkräfte der Südbrookmerlander Feuerwehren kämpften zusammen mit dem Entwässerungsverband, dem THW und den Bauhofmitarbeitern gegen die weitere Ausbreitung des Wassers. Dazu wurde unter anderem wieder ein Tigerdamm als Barriere erreichtet. Foto: Wilfried Gronewold
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In Südbrookmerland ist am Mittwochnachmittag die Wiegboldsburer Riede über die Ufer getreten. Grundstücke am Hasenweg standen unter Wasser. Die Einsatzkräfte kämpften am Abend gegen die Fluten.

Südbrookmerland - Erneut hat es am Mittwoch in der Ferienhaussiedlung am Großen Meer Hochwasser gegeben. Ebenso wie im Februar 2022 konnte die Wiegboldsburer Riede die Wassermassen durch die Niederschläge der vergangenen Tage nicht mehr fassen. Mehrere Grundstücke im Hasenweg standen unter Wasser.

Bürgermeister Thomas Erdwiens machte sich am Abend ein Bild vom Einsatz. Foto: Wilfried Gronewold
Bürgermeister Thomas Erdwiens machte sich am Abend ein Bild vom Einsatz. Foto: Wilfried Gronewold

Der Südbrookmerlander Bürgermeister Thomas Erdwiens machte sich am Mittwochabend ein Bild von der Lage. Er berichtete unserer Zeitung gegen 20.30 Uhr, dass sich die Lage nach Einschätzung des Entwässerungsverbandes und der Feuerwehr nun wieder entspanne. Laut dem Verbandsingenieur des I. Entwässerungsverbandes Emden, Jan van Dyk, hätten die Kanäle noch genug Stauraum, um das Wasser aufzunehmen, sagte Erdwiens. Es werde nun nach und nach abfließen. Zur Unterstützung würden Pumpen eingesetzt.

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Tigerdamm hat sich schon einmal bewährt

Zunächst stand das Wasser jedoch ungefähr im halben Hasenweg so hoch, dass schon hohe Stiefel nötig waren, um keine nassen Füße zu bekommen. Laut Erdwiens waren sämtliche Feuerwehren der Gemeinde mit insgesamt 75 Einsatzkräften vor Ort, um Sandsäcke zu befüllen und zu platzieren. Auch der Bauhof war mit einem Radlader im Einsatz.

Zahlreiche Sandsäcke wurden im Hasenweg gestapelt und dann mit Booten verteilt. Foto: Wilfried Gronewold
Zahlreiche Sandsäcke wurden im Hasenweg gestapelt und dann mit Booten verteilt. Foto: Wilfried Gronewold

Wichtige Unterstützung gab es Erdwiens zufolge vom THW Emden. Denn neben den Sandsäcken, die die aufgeweichten Dämme am Großen Meer verstärken sollten, wurde laut Erdwiens auch noch ein sogenannter Tigerdamm errichtet. Dabei handelt es sich um dicke orangefarbene Schläuche, die mit Wasser gefüllt werden. Sie waren schon 2022 eingesetzt worden und hatten sich damals sehr bewährt. „Wir bekommen es in Griff, solange der natürliche Damm hält“, so der Bürgermeister um 21.15 Uhr.

Urlauber mussten Ausweichquartiere suchen

Erdwiens zufolge war auch die EWE wieder im Einsatz und schaltete in dem betroffenen Bereich den Strom aus. Insgesamt seien davon 14 Feriengäste betroffen. Elf von ihnen hätten am frühen Abend bereits eine alternative Unterkunft bezogen, so der Bürgermeister.

Durch die Tigerdamm-Barriere und Sandsäcke könnten die aufgeweichten Dämme hoffentlich so weit stabilisiert werden, dass die Gefahr gebannt sei. Weitere Sandsäcke wurden am Abend noch von der Feuerwehr Krummhörn geliefert.

Die Wiegboldsburer Riede fließt in den Hasenweg – hier allerdings schon mit abnehmender Geschwindigkeit. Foto: Wilfried Gronewold
Die Wiegboldsburer Riede fließt in den Hasenweg – hier allerdings schon mit abnehmender Geschwindigkeit. Foto: Wilfried Gronewold

Insgesamt sei die Situation nicht so schlimm wie im Februar 2022, als das Wasser nicht in Richtung Meer abfließen konnte und der gesamte Hasenweg und der Reiherweg knietief unter Wasser standen, bilanzierte Erdwiens. Damals drohten auch an anderer Stelle am Großen Meer Dammbrüche. Diesmal könne das Wasser schneller abfließen.

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Hasenweg am Großen Meer erneut unter Wasser
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Damals hieß es vonseiten des Entwässerungsverbandes, dass der Damm an der Störtebekerstraße erhöht werden müsse und mehrere Dämme durch Überbauungen der Anlieger beeinträchtigt worden seien und wieder ertüchtigt werden müssten.

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