Debatte bei Freidemokraten  Auricher FDP-Politikerin stimmt für Verbleib in „Ampel“

| | 03.01.2024 18:01 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Auricher FDP-Kreisvorsitzende Sarah Buss. Foto: Romuald Banik
Die Auricher FDP-Kreisvorsitzende Sarah Buss. Foto: Romuald Banik
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Fast die Hälfte der Parteimitglieder, die bei einer Befragung mitmachten, stimmten für das Ende der Koalition. Sarah Buss erklärt, warum sie das für keine gute Idee hält.

Aurich - Nein, sie finde auch nicht alles toll, was die „Ampel“-Bundesregierung aus SPD, Grünen und FDP in Berlin entscheide. Doch bei der Mitgliederbefragung der FDP hat die Auricher FDP-Politikerin Sarah Buss für den Verbleib in der Koalition gestimmt, wie sie dieser Zeitung auf Anfrage sagte.

Laut Medienberichten sprach sich eine knappe Mehrheit von rund 52 Prozent für den Verbleib in der Koalition aus. An der Abstimmung beteiligten sich demnach 26.058 der rund 72.100 Parteimitglieder.

Ihre Wunschkoalition wäre Schwarz-Gelb

Buss, die zeitweise den FDP-Kreisverband Aurich führte und auch schon für den Bundestag kandidierte, sagte, sie sehe keine Alternative zum Verbleib in der „Ampel“. Ihre Wunschkoalition wäre zwar Schwarz-gelb mit CDU/CSU. „Aber das geben die Umfragen nicht her“, so Buss mit Blick auf die Zahlen, die CDU/CSU derzeit bei 32 Prozent und die FDP bei nur fünf Prozent sehen. Auch deshalb hält sie nichts von Neuwahlen, die manche fordern. Davon würden vor allem Parteien an den Rändern profitieren, fürchtet sie. Es sei nicht alles schlecht, was die „Ampel“ in Berlin mache. Sie müsse es zum Teil nur besser kommunizieren, meint Buss, die Mitglied des niedersächsischen FDP-Landesvorstands ist und im Auricher Kreistag und im Stadtrat sitzt.

Bei der FDP wurden die Mitglieder gefragt, ob sie in der Ampel bleiben wollen. Foto: DPA
Bei der FDP wurden die Mitglieder gefragt, ob sie in der Ampel bleiben wollen. Foto: DPA

Die Umfragebeteiligung von deutlich weniger als der Hälfte der Mitglieder finde sie durchaus gut. „Viele haben sich die Mühe gemacht, sich zu beteiligen.“

Sie sei allerdings durchaus überrascht über das knappe Ergebnis. „Ich hätte nicht gedacht, dass die Partei so gespalten ist.“

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