Migration in Aurich und umzu  Landkreis Aurich soll bis April 500 weitere Flüchtlinge aufnehmen

| | 11.12.2023 18:05 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
In der ehemaligen Auricher Kaserne sind derzeit mehr als 600 Flüchtlinge untergebracht. Foto: Aiko Recke
In der ehemaligen Auricher Kaserne sind derzeit mehr als 600 Flüchtlinge untergebracht. Foto: Aiko Recke
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Vom Land Niedersachsen hat der Kreis eine Quote bekommen, die er erfüllen muss. In Gemeinschaftsunterkünften leben derzeit mehr als 1000 Menschen, mehr als 630 allein in der alten Auricher Kaserne.

Aurich - Noch 495 Geflüchtete muss der Landkreis Aurich laut Quote des Landes Niedersachsen bis 31. März 2024 aufnehmen. Die zu erfüllende Quote seit 1. Oktober 2023 lag bei 959 Menschen. Davon wurden bereits 464 aufgenommen, berichtete der Leiter des Jugend- und Sozialamtes, Michael Müller, am Montag im Kreissozialausschuss.

Derzeit kämen wöchentlich rund 40 zusätzliche Geflüchtete dazu, so Müller. Der Landkreis wisse aber nur mit wenig Vorlauf, ob es sich etwa um alleinreisende Männer oder Familien handele, sagte der Amtsleiter. Das Land könne die Quote bei sich verändernden Flüchtlingsbewegungen auch noch anpassen, gab Müller zu bedenken.

Insgesamt fast 5000 Flüchtlinge seit August 2021

Insgesamt wurden seit 1. August 2021 im Landkreis Aurich 4873 Flüchtlinge aufgenommen, davon allein 2600 aus der Ukraine. Ein großer Anteil komme zudem aus afrikanischen und arabischen Ländern. 167 Personen kamen in dem Zeitraum aus Afghanistan. Fast 1000 dieser Menschen sind nach Angaben von Müller minderjährig, für sie werden also Plätze in Kitas und Schulen benötigt.

In gut einem Dutzend Gemeinschaftsunterkünften in Aurich, Norden und Wiesmoor hat der Landkreis Aurich in den vergangenen Jahren sehr viele Plätze geschaffen, bis zum Frühjahr 2024 sollen es 1787 sein. Davon sind laut Müller derzeit 1029 belegt. 758 Plätze sind also verfügbar.

Mehr als 630 Menschen in alter Kaserne

Allein in der ehemaligen Auricher Kaserne sind derzeit mehr als 630 Menschen untergebracht – gut 500 in verschiedenen Gebäuden, 74 in der Sporthalle und 46 in Containern. Zwei weitere Gebäude mit 300 Plätzen werden derzeit hergerichtet und sollen bis Ende Januar fertiggestellt werden.

In der ehemaligen Küstenfunkstelle in Norden-Utlandshörn leben derzeit 195 Flüchtlinge, im Containerdorf am Extumer Weg in Aurich sind es 77, im Integrationsstützpunkt Aurich nahe der IGS sind es 52.

Außerdem wurden bislang insgesamt 340 Wohnungen für rund 1500 Geflüchtete angemietet, berichtete Amtsleiter Michael Müller.

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