Dart-Ranglistenturnier  Pfeilemarathon im Dart-Finale von Moorhusen

| | 11.12.2023 17:31 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Im Finale gingen Finn Behrens (links) und Kim-Joel Meinert über die volle Distanz von elf Spielen. Nach rund einer halben Stunde Wettkampf gewann Meinert mit 6:5. Fotos (2): Wilfried Gronewold
Im Finale gingen Finn Behrens (links) und Kim-Joel Meinert über die volle Distanz von elf Spielen. Nach rund einer halben Stunde Wettkampf gewann Meinert mit 6:5. Fotos (2): Wilfried Gronewold
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Weshalb sich beim Dart-Ranglistenturnier in Moorhusen die Finalisten ein spannendes Duell lieferten. Die hiesigen Spieler schieden früh aus.

Moorhusen - Viel Ruhe herrschte in der Sporthalle Moorhusen, obwohl dort am 2. Advent 58 Darter und vier Darterinnen das Kommando übernommen hatten. Sie spielten bis zum späten Nachmittag um Punkte für die Rangliste des Dartverbands Weser-Ems im Steeldart.

Diese Stille vermischte sich immer wieder mit dem Dreiklang plock, plock, plock. Dieses dumpfe Geräusch, wenn die Pfeile ins Dartboard einschlugen. Wohl zig-tausendmal. Für die Darter eine Tonfolge in Dauerschleife.

Frühes Aus der Lokalmatadore

Auch wenn die hiesige Dartprominenz aus Moordorf, Weene oder Victorbur frühzeitig ausschied, lohnte sich ein Bleiben bis zum Finale. Das sollte sich zu einem Krimi entwickeln. Mit Auf und Ab der beiden Finalisten Finn Behrens und Kim-Joel Meinert. Sie mussten über die volle Distanz von elf Spielen gehen.

Die beiden Darter vom TuS Weene Dirk Saathoff (links) und Karsten Dalhoff schieden im Achtelfinale aus.
Die beiden Darter vom TuS Weene Dirk Saathoff (links) und Karsten Dalhoff schieden im Achtelfinale aus.

Der Moordorfer Dennis Akhtar hatte nach seinem Aus im Viertelfinale den richtigen Riecher. Akhtar meinte: „Wenn einer gewinnen sollte, dann ist es Kim-Joel. Der ist gut drauf.“ Das galt nicht unbedingt für den Topspieler des DC Moordorf. Er startete in seiner Gruppe gleich mit einer glatten 0:3-Niederlage. Sollte einer der Favoriten schon früh ausscheiden? Akhtar riss sich zusammen und zog nach zwei 3:0-Erfolge doch noch in die K.-o-Runde ein.

Er hatte sich am Tag zuvor in Bremen für den Weserpark Dart-Cup für Anfang Januar qualifiziert. Am Sonntagmorgen ging es für ihn schon früh in Moorhusen los. Zu früh und viel zu wenig Schlaf, meinte er.

Die Sporthalle Moorhusen verwandelte sich am Sonntag in ein Mekka für Dartspieler. Foto: Wolf-Rüdiger Saathoff
Die Sporthalle Moorhusen verwandelte sich am Sonntag in ein Mekka für Dartspieler. Foto: Wolf-Rüdiger Saathoff

Ahktar, der den Spitzenamen „Menace“ trägt, was so viel wie Bedrohung heißt, schaffte den Sprung unter die letzten 32 Darter. Er warf sich bis ins Viertelfinale. Dort war für ihn das Turnier nach einem 1:4 zu Ende. Immerhin kassierte Akhtar noch drei Zähler für die Rangliste. Es werden wohl in den beiden noch ausstehenden Ranglistenturnieren keine weiteren dazukommen. Grund: Akhtar schließt eine Teilnahme aus.

„Blitz“ startet vielversprechend

Er bekannte: „Ich habe in Moorhusen für meinen Verein geworfen. Das soll reichen.“ Für seine Leistung hatte er nur einen Satz parat: „Ich habe schlecht geworfen.“

Gleichwohl war er von den hiesigen Teilnehmern der beste Akteur. Die Konkurrenten aus Moordorf, Weene und Victorbur strichen schon deutlich früher die Segel. Dazu gehörte auch der Sieger des ersten Ranglistenturniers Dirk Saathoff vom TuS Weene.

In der Gruppenphase ließ „Blitz“, so nennt er sich in der Dartszene, nichts anbrennen. Vier Spiele, vier Siege. Dieser Turnierbeginn gab reichlich Hoffnung und Elan für die K.-o.-Runde.

Schwung, der bereits im Achtelfinale verpuffte. Saathoff traf dort auf den späteren Finalisten Finn Behrens. Der Linkshänder warf Saathoff mit 3:0 aus dem Wettbewerb.

Saathoff haderte nach seinem vorzeitigen Aus: „Ich hätte gerne noch ein oder zwei Runden geworfen, aber am Ende habe ich die Doppelfelder nicht getroffen. Und darauf kommt es nun einmal an.“

Überraschung im Frauenfinale

Saathoffs Mannschaftskollege Karsten Dalhoff erging es ähnlich. Auch er ließ einige Chancen aus und flog ebenfalls im Achtelfinale aus dem Wettbewerb. Er sah das Positive: „Mit den Turnieren kommt auch die Erfahrung und nur so wird man besser.“

Sieger und Platzierte der Frauenkonkurrenz: Mit Ina Rademacher (von rechts), Gewinnerin Nicole Stenzel und Nicole Olesch und Verbandsvertreter Christoph Bargmann.
Sieger und Platzierte der Frauenkonkurrenz: Mit Ina Rademacher (von rechts), Gewinnerin Nicole Stenzel und Nicole Olesch und Verbandsvertreter Christoph Bargmann.

Das dürfte sich auch Holger Janssen vom mitorganisierenden DC „Friesenstolz“ Victorbur gesagt haben. Er zog mit zwei Siegen und einer Niederlage in die K.o.-Runde ein. Dort kam aber gleich in der ersten Runde das Aus. Endstation hieß es auch für die Favoritin im Frauenwettbewerb Ina Rademacher. Sie unterlag im Finale überraschenderweise Nicole Stenzel.

Sieger und Platzierte der Herrenkonkurrenz: Christian Stubbe (von rechts), Finn Behrens, Gewinner Kim-Joel Meinert, Enrico Stieger und Turnierleiter Christoph Bargmann. Fotos (2): Holger Janssen
Sieger und Platzierte der Herrenkonkurrenz: Christian Stubbe (von rechts), Finn Behrens, Gewinner Kim-Joel Meinert, Enrico Stieger und Turnierleiter Christoph Bargmann. Fotos (2): Holger Janssen

Maximale Länge im Endspiel

Nach dem mehrstündigen Wettbewerb kam es am späten Nachmittag in der Herrenkonkurrenz zum Duell zwischen dem jüngeren Finn Behrens (GVO Oldenburg) und Kim-Joel Meinert (VfL Rütenbrock). Es entwickelte sich ein halbstündiger Schlagabtausch. Nach neuen Spielen führte Behrens mit 5:4, hatte den Sieg vor Augen, machte aber den Sack nicht zu. Meinert behielt vor dem Board die Nerven und glich zum 5:5 aus. Das elfte und letzte Spiel musste die Entscheidung bringen. Erneut ließ Behrens das Doppel aus. Mit Folgen. Matchpfeil für Meinert, der sich diese Chance nicht nehmen ließ und seine verbliebenden 35 Punkte abräumte und auf Null stellte. Der Unterlegene gestand: „Ich hatte die Möglichkeiten, aber ich habe es vergeigt.“

Der Sieger freute sich über einen hart erkämpften Sieg und über 165 Euro Preisgeld, sowie zehn Zähler für die Ranglistenwertung.

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