XXL-Einkaufsnacht in Aurich  Abend-Shopping trotz Dauerregen

| | 10.12.2023 08:03 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Wer zum Abend-Shopping in die frisch sanierte Auricher Fußgängerzone kam, hatte meist seinen Regenschirm dabei. Foto: Stephan Friedrichs
Wer zum Abend-Shopping in die frisch sanierte Auricher Fußgängerzone kam, hatte meist seinen Regenschirm dabei. Foto: Stephan Friedrichs
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Anders als in Leer gibt es in Aurich nur einen langen Adventssonnabend. Diese Gelegenheit nutzte so mancher Besucher zum Einkaufen. Die erste Bilanz einiger Kaufleute fiel aber unterschiedlich aus.

Aurich - Trotz naßkalten Dauerregens zog es nicht wenige Hartgesottene am Sonnabendabend zur XL-Einkaufsnacht in die Auricher Innenstadt. Auch auf dem Weihnachtszauber war durchaus etwas los.

Doch das erste Fazit der Innenstadt-Kaufleute war zumindest zu Beginn des langen Einkaufsabends unterschiedlich. „Der erste Eindruck sieht gut aus“, sagte Sven Haltermann vom Modehaus Silomon zu Beginn des langen Einkaufsabends. Man habe schon fast den Umsatz des Vorjahres erreicht. Insgesamt zeigte er sich mit dem Weihnachtsgeschäft, das seit zwei Wochen läuft, „ganz happy“.

Silomon-Chef Sven Haltermann half seinen Mitarbeiterinnen zumindest für das Foto beim Plätzchenbacken. Foto: Stephan Friedrichs
Silomon-Chef Sven Haltermann half seinen Mitarbeiterinnen zumindest für das Foto beim Plätzchenbacken. Foto: Stephan Friedrichs

Angesichts von Inflation und weiterer Krisen merke man jedoch durchaus, dass die Leute bewusster einkauften. Qualität sei aber nach wie vor gefragt, so Haltermann. Wie andere Auricher Geschäfte bot auch Silomon am langen Sonnabend besondere Aktionen, so gab es direkt am Eingang selbstgebackene Plätzchen.

Besondere Atmosphäre auch für die Mitarbeiter

Der lange Sonnabend sei immer etwas Besonderes, daher machten die Mitarbeiter an diesem Tag auch gerne einmal länger, so Haltermann. „Es bringt allen Spaß, weil es eine andere Atmosphäre ist.“ Allerdings sei ein langer Adventssonnabend genug, so Haltermann. Jeden Adventssonnabend lange zu öffnen wie etwa in der Nachbarstadt Leer halte er für „ein bißchen übertrieben“.

Merle Hinrichs arbeitete zur ungewohnt späten Stunde im Modehaus Silomon. Foto: Stephan Friedrichs
Merle Hinrichs arbeitete zur ungewohnt späten Stunde im Modehaus Silomon. Foto: Stephan Friedrichs

Etwas zurückhaltender als bei Silomon war die Einschätzung zur Resonanz der XXL-Einkaufsnacht beim Spielwarengeschäft Hermerding in der Norderstraße. Viele hätten Weihnachtsfeiern, außerdem sei in der Arena zeitgleich die Torfrock-Bagaluten-Wiehnacht. Und gerade in der Norderstraße würden sich auch nicht alle Geschäfte beteiligen, weil es sich für manche nicht lohne.

Andrea Uphoff (links) und Birgit Trost von Hermerding waren trotz eher geringer Resonanz an diesem Abend guter Laune. Foto: Stephan Friedrichs
Andrea Uphoff (links) und Birgit Trost von Hermerding waren trotz eher geringer Resonanz an diesem Abend guter Laune. Foto: Stephan Friedrichs

Die Hermerding-Mitarbeiterinnen könnten sich vorstellen, dass eine verlängerte Öffnung bis 20 statt bis 22 Uhr ausreiche. Insgesamt sei das Weihnachtsgeschäft in der ersten Woche verhalten gestartet, die zweite sei etwas besser gelaufen. „Viele halten sich zurück“, hieß es.

Die Lego-Bauwerke ziehen immer wieder Aufmerksamkeit. Foto: Stephan Friedrichs
Die Lego-Bauwerke ziehen immer wieder Aufmerksamkeit. Foto: Stephan Friedrichs

Auch beim Sportwerk Oltmanns, ebenfalls in der Norderstraße, war die Resonanz zumindest zu Beginn der Einkaufsnacht noch sehr verhalten, wie es vor ort hieß. Schausteller Angelo Kanzler, Mitglied im Vorstand des Kaufmännischen Vereins, verwies ebenfalls auf das schlechte Wetter: „Es war nicht so wie wir uns erhofft hatten“, so Kanzler auf Anfrage. Bis spätnachmittags sei die Stadt durchaus gut gefüllt gewesen, doch als der Regen einsetzte, wurde es weniger. „Es steht und fällt eben mit dem Wetter“, so Kanzler. Trotzdem hielten eine Reihe von Besuchern dem Weihnachtszauber auch an diesem verregneten XXL-Abend die Treue gehalten – wenn auch im Schutz der Dächer der Buden.

Der Markt hatte am Sonnabend sogar bis 24 Uhr geöffnet, auch damit die Mitarbeiter der Geschäfte nach der Schließung um 22 Uhr noch Gelegenheit hatten, gemeinsam eine Runde über den Markt zu drehen.

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