Explosion im Mai 2023  Festnahme nach Bombenanschlag in Wittmund

| | 27.11.2023 14:04 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Der Polizei Aurich/Wittmund gelang am Freitag die Festnahme des mutmaßlichen Drahtziehers der Wittmunder Autobombe. Foto: Pixabay
Der Polizei Aurich/Wittmund gelang am Freitag die Festnahme des mutmaßlichen Drahtziehers der Wittmunder Autobombe. Foto: Pixabay
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Im Mai wurde ein Luxusauto durch eine Bombe zerstört. Der mutmaßliche Bombenleger hatte offenbar einen Auftraggeber, der nun geschnappt wurde.

Aurich/Wittmund - Die Polizei Aurich/Wittmund hat am Freitag einen 25-jährigen Mann festgenommen. Er steht im Verdacht, der Drahtzieher eines Bombenanschlags zu sein, der sich am 14. Mai in einer Wohnsiedlung in Wittmund ereignet hat. Dort war auf einem Privatgrundstück ein besonders hochpreisiges Auto bei einer Explosion vollständig zerstört und das anliegende

Haus der Eigentümerfamilie stark beschädigt worden. Nun teilte die Staatsanwaltschaft Osnabrück mit, dass es in der Sache zu einer zweiten Verhaftung gekommen ist.

Der mutmaßliche Bombenleger konnte bereits Ende Juni 2023 festgenommen werden. Das Amtsgericht Osnabrück erließ gegen den 19-Jährigen einen entsprechenden Haftbefehl und setzte diesen gegen Auflagen außer Vollzug. Der Beschuldigte war nach Angaben von Staatsanwaltschaftssprecher Christian Bagung geständig, den Sprengsatz gelegt zu haben. Den Ermittlungsbehörden habe sich aber sofort die Annahme aufgedrängt, dass der heranwachsende

Beschuldigte nicht allein für die Begehung des Bombenanschlags verantwortlich war.

25-Jähriger ist in Untersuchungshaft

Nach umfangreichen Ermittlungen der Polizeiinspektion Aurich/Wittmund unter Leitung der Zentralstelle zur Bekämpfung krimineller Clanstrukturen der Staatsanwaltschaft Osnabrück konnte nun auch der mutmaßliche Auftraggeber des Bombenanschlags ermittelt und am vergangenen Freitag festgenommen werden. Vorausgegangen waren zahlreiche Durchsuchungsmaßnahmen.

Der 25-jährige Beschuldigte deutscher Staatsangehörigkeit befindet sich inzwischen in Untersuchungshaft.

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Die Zentralstelle zur Bekämpfung krimineller Clanstrukturen der Staatsanwaltschaft Osnabrück beabsichtigt laut Bagung, den Beschuldigten „äußerst zeitnah“ anzuklagen. Die Zuständigkeit für das Gerichtsverfahren dürfte bei der Jugendkammer des Landgerichts Aurich liegen.

Polizei gleich zweimal an einem Tag in Sachen Clan-Kriminalität unterwegs

„Erwähnenswert ist die besonders gute Zusammenarbeit der Zentralstelle zur Bekämpfung krimineller Clanstrukturen der Staatsanwaltschaft Osnabrück mit der Polizeiinspektion Aurich/Wittmund, deren engagierte Ermittlungen die mutmaßliche Aufklärung der Tat ermöglichte“, so der Sprecher der Osnabrücker Staatsanwaltschaft.

Auf ON-Nachfrage sagte Bagung, dass diese Festnahme, die auch in den Bereich der Clankriminalitätsbekämpfung fällt, in keinem Zusammenhang zu den Durchsuchungen steht, die am Freitagabend auf Betreiben des Hauptzollamtes Oldenburg in mehreren Sportsbars und Cafés stattgefunden hat. Dort waren insgesamt 140 Ermittler im Einsatz – unter anderem von der Polizei Aurich/Wittmund. Auch dieser Einsatz in Aurich, Leer, Emden und Wittmund am Freitag stand in Zusammenhang mit „clangeneigten Strukturen“, wie der Sprecher des Hauptzollamtes sagte.