Großkrankenhaus in Südbrookmerland  Laut Minister wird Zentralklinik ein Maximalversorger

| | 21.11.2023 17:38 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Der niedersächsische Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi sprach im Auricher EEZ zur Krankenhausreform.Foto: Romuald Banik
Der niedersächsische Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi sprach im Auricher EEZ zur Krankenhausreform.Foto: Romuald Banik
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Allerdings beschreibt der Begriff nur die Größe, nicht die Qualität, betonte Dr. Andreas Philippi am Dienstag in Aurich. Er nannte auch einen möglichen Zeitplan für den lang ersehnten Förderbescheid.

Aurich - Wenn die Zentralklinik in Uthwerdum fertig ist, soll sie aufgrund ihrer Größe als sogenannter Maximalversorger für die Versorgungsregion Region Weser-Ems eingestuft werden. Das zumindest sagte der niedersächsische Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi (SPD) am Dienstag am Rande einer Veranstaltung zur Krankenhausreform im Auricher Energie-Erlebnis-Zentrum (EEZ) auf Nachfrage. Allerdings beschreibe der Begriff lediglich die Größe aufgrund der geplanten Bettenzahl von 814, nicht die Qualität der Versorgung, so Philippi.

So soll sie aussehen, die geplante Zentralklinik auf den Uthwerdumer Äckern. Grafik: Klinik-Trägergesellschaft
So soll sie aussehen, die geplante Zentralklinik auf den Uthwerdumer Äckern. Grafik: Klinik-Trägergesellschaft

Immer wieder flammte in den vergangenen Jahren die Diskussion über die Einstufung des geplanten Großkrankenhauses auf, nachdem eine Enquete-Kommission des Landtags im Februar 2021 einen entsprechenden Vorschlag gemacht hatte. Demnach müssen „Maximalversorger“ mindestens 600 Betten haben. Die Klinik in Uthwerdum wäre mit 814 Betten eine der größten Kliniken Niedersachsens.

Die Geschäftsführung der Kliniken Aurich-Emden-Norden mit Dirk Balster an der Spitze hatte stets betont, Mindestziel sei, ein Schwerpunktversorger („Level II-Krankenhaus“) zu werden.

Förderbescheid wird derzeit bei Bundesamt geprüft

Minister Philippi sagte auf Anfrage, dass der Förderbescheid für die Zentralklinik seit 28. Juli beim Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) in Bonn liege und dort geprüft werde. Denn der Bund übernimmt einen erheblichen Anteil der Förderung. Philippi betonte: „Wir sind entspannt, weil wir wissen, der Bescheid kommt.“ Er hoffe, das passiere so schnell wie möglich, am besten zu Weihnachten. In vergleichbaren Fällen habe es aber sieben Monate gedauert. Zur Erinnerung: Ursprünglich war bereits im Herbst 2022 mit der Übergabe des Förderbescheides gerechnet worden.

Der Minister betonte, das Land werde bei Kostensteigerungen nachfinanzieren. „Wir werden keinen Rohbau auf der grünen Wiese stehenlassen.“

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