Fahrbahnen und Nebenanlagen  Das sind die neuen Baustellen auf Auricher Ausfallstraßen

| | 29.10.2023 18:08 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Der Radweg an der Oldersumer Straße. Foto: Karin Böhmer
Der Radweg an der Oldersumer Straße. Foto: Karin Böhmer
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Die Großbaustelle Fockenbollwerkstraße ist noch nicht fertig, da ziehen in Aurich die nächsten Sanierungen am Horizont auf. Wo in naher Zukunft mit Behinderungen im Verkehr zu rechnen ist.

Aurich - Noch schauen die Auricher vor allem auf die Großbaustelle an der Fockenbollwerkstraße, die im kommenden Frühjahr abgeschlossen sein soll, einstweilen aber noch für Einschränkungen sorgt. Doch im Haushaltsplan der Stadt Aurich tauchen schon die Summen für weitere größere Baumaßnahmen an den Auricher Ausfallstraßen auf. Die Stadt Aurich ist dabei nur „am Rande“ beteiligt, weil sie bei den Bauarbeiten für die Sanierung der Gehwege bezahlen muss.

Der erste Haushaltsposten betrifft die Oldersumer Straße, für die im Auricher Haushalt für das nächste und übernächste Jahr Geld eingeplant ist – insgesamt 750.000 Euro. Für die Straße und die Radwege ist die Landesstraßenbaubehörde zuständig. Kommt an der Landesstraße 1 also die nächste Großbaustelle? Jein. Nach Angaben von Johannes Booken, Sprecher der Landesstraßenbaubehörde, geht es an der Oldersumer Straße nur um die Sanierung des Fuß- und Radwegs. Die Fahrbahn werde nach aktuellem Stand nicht saniert. „Da die Überlegungen hierzu noch recht neu sind, kann der konkrete Maßnahmenbeginn noch nicht benannt werden. Er soll aber zeitnah erfolgen“, so Booken.

Folgen für Verkehr noch nicht bekannt

Auf Nachfrage sagte Yasim Kilic, der stellvertretende Behördenleiter, dass der Fahrbahnbelag der Oldersumer Straße nicht in optimalem Zustand sei. Eine Sanierung sei aber noch nicht unmittelbar nötig. Wohl aber sollen die Nebenanlagen angegangen werden. Laut Kilic laufen in dem Bereich bereits die Detailplanungen. Es sei derzeit aber weder etwas zum Zeitpunkt noch zu den Auswirkungen auf den Verkehr zu sagen.

Ohne Beteiligung der Landesstraßenbaubehörde, dafür in Kooperation mit dem Landkreis, bereitet die Stadtverwaltung auch die Sanierung des Geh- und Radweges an der Kirchdorfer Straße vor – auf dem Abschnitt zwischen der Innenstadt und der Brücke über den Ems-Jade-Kanal. Dafür hat die Stadt derzeit für 2025 den Betrag von 800.000 Euro eingeplant.

Für die bisherige Radwegsanierung an der Kirchdorfer Straße in Richtung Ihlow gab es aus Gründen der Arbeitssicherheit Vollsperrungen für den Autoverkehr. Darauf werden Verkehrsteilnehmer sich wohl auch für den verbleibenden Abschnitt einrichten müssen.

Lückenschluss an B72/210

Ein weiteres Projekt der Landesstraßenbehörde ist die Sanierung der B72/210 zwischen Aurich und Moordorf. Dieser Abschnitt fehlt bislang zwischen zwei sanierten Bereichen und genießt laut Booken „hohe Priorität“.

Die Bundesstraße 72/210 in Höhe des Heuwegs in Walle. Die Fahrbahn soll erneuert werden. Foto: Karin Böhmer
Die Bundesstraße 72/210 in Höhe des Heuwegs in Walle. Die Fahrbahn soll erneuert werden. Foto: Karin Böhmer

Nun geht es um die Reihenfolge, wie die Baustellen abgearbeitet werden können. Für die Sanierung der Fahrbahn seien die erforderlichen Detailplanungen allerdings noch nicht abgeschlossen, „sodass wir erst zu einem späteren Zeitpunkt eine verlässliche Aussage zum Ausführungszeitpunkt treffen können, zumal diese Maßnahme auch in Abhängigkeit zur Fuß- und Radwegsanierung an der Oldersumer Straße steht (Stichwort Umleitungsstrecke)“, teilte Johannes Booken, Sprecher der Landesstraßenbaubehörde, mit.

Noch etwas muss die Behörde im Blick haben: Die B 210 muss auch noch zwischen Georgsheil und Suurhusen saniert werden. Dort ist die Planung äußerst kompliziert. Die Baumaßnahme wurde mehrfach verschoben. Angepeilt ist derzeit das Jahr 2025. Ob sich dies so halten lässt, ist laut Kilic noch offen. Und ob eventuell an zwei Stellen an der B 210 gebaut werden könnte, ebenso. Die beiden Baustellen und die Radwegsanierung an der Oldersumer Straße müssen auf jeden Fall miteinander abgestimmt werden.

Auch eine Stadtstraße im Innenstadtring steht zur Sanierung an

Und dann gibt es noch ein Projekt, das zumindest Einschränkungen für den Autoverkehr mit sich bringen dürfte: die Sanierung der Nebenanlagen an der vierspurigen Esenser Straße.

Diese Planung benötigt laut Booken mehr Zeit, da für diese Baumaßnahme ein Planfeststellungsbeschluss notwendig ist. „Die Detailplanungen befinden sich noch in Ausarbeitung.“ Im Haushalt der Stadt Aurich, die bei einer Sanierung für den Gehwegbereich zu zahlen hat, ist für die Jahre 2025/26 ein erster Ansatz von insgesamt 950.000 Euro eingeplant.

Und noch eine Baumaßnahme findet sich dort: In den Jahren 2026/27 soll der Fischteichweg neu gestaltet werden. Dafür hat die Stadt derzeit im Haushalt insgesamt 750.000 Euro eingeplant.

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