Lage in Krankenhäusern Auricher Kinderklinik sieht sich gut auf Herbst vorbereitet
Im Dezember 2022 war die Station wegen vieler Infektionsfälle so voll, dass die Leitung an die Kinderärzte appellierte. Für die kommende Saison sieht sich die Trägergesellschaft gut gerüstet.
Aurich - Gut vorbereitet auf die beginnende Herbst- und Wintersaison mit vielen Infektionsfällen sieht sich die Kinderklinik des Auricher Krankenhauses. „Da im Herbst und Winter die Infektionszahlen regelhaft ansteigen und mit mehr Patienten zu rechnen ist, ist die Klinik durch ihre langjährige Erfahrung gut auf die kommende Saison vorbereitet. Es ist außerdem zu erwarten, dass sich der Wegfall der Corona-Schutzmaßnahmen nicht mehr so stark auswirkt wie in der letzten Herbst- und Wintersaison“, teilte die Klink-Trägergesellschaft auf ON-Anfrage mit.
Viele Kinderkliniken könnten aufgrund von Pflegepersonalmangel nicht alle Betten zur Verfügung stellen. „Aurich ist davon weiterhin nicht betroffen“, betont die Trägergesellschaft.
„Kein Kind musste abgewiesen werden“
Das sei in der „herausfordernden Infektsituation im vergangenen Jahr“ hilfreich gewesen. Dank ihres hervorragenden Einsatzes hätten die Mitarbeiter der Kinderklinik trotz hoher Belegungszahlen ermöglicht, dass kein Kind abgewiesen werden musste, heißt es.
Zur Erinnerung: Anfang Dezember 2022 hatte die Leitung der Kinderklinik in einem Schreiben an Kinderärzte um Unterstützung gebeten. Die Ärzte wurden gebeten, ihre Einweisungen kritisch zu prüfen. „Es ist jetzt besonders wichtig, leichtere Fälle außerhalb der Klinik zu behandeln oder auf andere Krankenhäuser, die mehr Kapazitäten haben, auszuweichen, damit die Notfall- bzw. Akutversorgung in der UEK aufrechterhalten werden kann“, hieß es seinerzeit.
Derzeit sei die Kinderklinik „regelhaft gut ausgelastet, aber nicht überbelegt“.
In Zentralklinik sind 37 Betten für Kinder vorgesehen
Auf der Station können den Angaben zufolge bis zu 30 Kinder behandelt werden. In der geplanten Zentralklinik in Uthwerdum sind den Angaben zufolge für die Kinderheilkunde insgesamt 37 Betten vorgesehen, davon zehn für die Neonatologie.
Vor Kurzem hatte der Verband der Kinder- und Jugendärzte vor Engpässen in deutschen Kinderkliniken gewarnt. Die Zahl der Betten sei in Deutschland weiter gesunken. Deshalb könnten nicht alle schwer kranken Kinder in den Kliniken untergebracht werden. Sie müssten dann von Ärzten so lange wie möglich ambulant versorgt werden.