Einführung am Landgericht Aurich  E-Akten sollen Prozesse verbessern

| | 05.10.2023 10:40 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Papierakten in Gerichtsverfahren soll nach und nach durch elektronische Dateien ersetzt werden. Foto: DPA
Papierakten in Gerichtsverfahren soll nach und nach durch elektronische Dateien ersetzt werden. Foto: DPA
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Weniger Papier, leichter durchsuchbar: Elektronische Akten haben Vorteile. In Zivilverfahren sind sie beim Landgericht Aurich jetzt Pflicht. Die Präsidentin betont die Bereitschaft der Mitarbeiter.

Aurich - Weniger Papier, komfortablere Handhabung: Die sogenannte elektronische Akte soll für Beteiligte an Gerichtsverfahren deutliche Vorteile bieten. Zum 29. September wurde die E-Akte jetzt am Landgericht Aurich für alle neu eingehenden Zivilverfahren eingeführt. Laut Gesetzesvorgaben müssen bis 1. Januar 2026 sämtliche Vergahrensakten bei Gerichten und Staatsanwaltschaften elektronisch geführt werden, teilte Gerichtssprecherin Iris Schmagt mit.

Als letztes Landgericht im Oberlandesgerichtsbezirk Oldenburg führt das Landgericht Aurich die E-Akte in Zivilsachen ein. Foto: Romuald Banik
Als letztes Landgericht im Oberlandesgerichtsbezirk Oldenburg führt das Landgericht Aurich die E-Akte in Zivilsachen ein. Foto: Romuald Banik

Mit der nun erfolgten Einführung am Landgericht Aurich arbeiten laut Mitteilung im Bezirk des Oberlandesgerichts (OLG) Oldenburg jetzt alle drei Landgerichte in Aurich, Oldenburg und Osnabrück in Zivilsachen mit der elektronischen Akte. Bereits seit 1. Januar 2022 sind Gerichte, Rechtsanwälte und Behörden verpflichtet, elektronisch miteinander zu kommunizieren.

Mehrtägige Schulungen für Mitarbeiter

In den vergangenen Wochen fanden mehrtägige Schulungen für die Richter, Rechtspfleger sowie die Mitarbeiter der Serviceeinheiten statt, um einen möglichst reibungslosen Umstieg zu gewährleisten, heißt es. Nach einer zweiwöchigen Hypridphase, in der parallel zur elektronischen Akte noch die Papierakte geführt wird, werden sämtliche neueingehenden Zivilverfahren ausschließlich elektronisch geführt.

Die Auricher Landgerichts-Präsidentin Frauke Seewald sagte: „Die Welt wird immer digitaler. Auch in der Justiz wird die Digitalisierungsoffensive vorangetrieben. Die Einführung der elektronischen Akte in Zivilsachen stellt einen weiteren Schritt in Richtung modernes, schnelles und flexibles Arbeiten dar. Dieser Reformprozess war und ist dringend notwendig. Ich bin dankbar, dass alle Mitarbeitenden so aufgeschlossen und engagiert den Weg mitgehen. Ohne ihren Einsatz würde es nicht funktionieren. Auch wenn es keine leichte Umstellung wird, bin ich mir sicher, dass die immensen Vorteile für alle auf Dauer überwiegen“, sagte die Präsidentin des Landgerichts Aurich, Frauke Seewald.

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