Einsatz in Victorbur Neue Details zu Feuer an Fleischerei
Ein Feuer an einer Fleischerei in Victorbur hat in der Nacht die Einsatzkräfte in Atem gehalten. Nun gibt es weitere Einzelheiten.
Victorbur - Ein Feuer hat in der Nacht zu Donnerstag die Einsatzkräfte der Feuerwehr in Südbrookmerland in Atem gehalten. Gegen etwa 2 Uhr brannte es in einem Schuppen hinter einer Fleischerei am Moorweg. Die Retter waren über mehrere Stunden im Einsatz.
Nachbarn sagten den ON, dass sie durch ihren Hund auf das Feuer aufmerksam gemacht wurden. Sie alarmierten die Feuerwehr.
Gebäude wurde evakuiert
Die Mitglieder der Ortsfeuerwehren Victorbur, Oldeborg, Uthwerdum und Wiegboldsbur wurden um 2.04 Uhr aus dem Schlaf gerissen und zum Brandort gerufen.
Als die ersten Kräfte vor Ort eintrafen, brannte der Anbau bereits lichterloh. Weil die Einsatzkräfte befürchteten, dass sich das Feuer auf die angrenzende Fleischerei ausbreiten könnte, wurde vorsorglich die Drehleiter der Feuerwehr Aurich hinzugerufen. Auch ein Rettungswagen war zur Absicherung vor Ort.
Mehrere Trupps unter Atemschutz wurden für die Löscharbeiten eingesetzt, wie die Feuerwehr mitteilt. Wärmebildkamera und Hochleistungslüfter kamen ebenfalls zum Einsatz. Parallel zu den Löscharbeiten wurden die Bewohner des angrenzenden Wohnhauses evakuiert. Der örtliche Energieversorger rückte an und schaltete Strom und Gas ab.
Benzin erschwerte Löscharbeiten
Da in dem Anbau Rasenmäher und Benzinkanister gelagert wurden, lief mit dem Löschwasser ein umweltgefährdendes Gemisch in den Garten. Die für die Ölbekämpfung spezialisierte Feuerwehr Münkeboe-Moorhusen sowie die Untere Wasserbehörde des Landkreises Aurich wurden zur Unterstützung gerufen. Die weitere Ausbreitung des Gemisches wurde verhindert. Die zwischenzeitlich eingetroffene Drehleiter wurde zwar in Stellung gebracht, brauchte aber nicht mehr eingreifen. Den Rettern war es gelungen, das Übergreifen der Flammen auf die Fleischerei zu verhindern.
Mitarbeiter des Bauhofs der Gemeinde Südbrookmerland kümmerten sich um die Sicherung des Gebäudes. Gegen 4.30 Uhr rückten die letzten Einsatzkräfte ab.
Schaden in Höhe von rund 60.000 Euro
Verletzt wurde bei dem Feuer niemand, wie die Polizei auf Anfrage sagte. Zur Ursache des Feuers laufen die Ermittlungen. Nach einer ersten Schätzung der Beamten liegt der entstandene Schaden bei rund 60.000 Euro.
Im Einsatz waren neben der Feuerwehr die Polizei, der Rettungsdienst, der Energieversorger und die Untere Wasserbehörde des Landkreises Aurich. Die Feuerwehr befand sich mit elf Fahrzeugen und 75 Kräften vor Ort.