Statistik für September  Agentur erwartet mehr Arbeitslose in Ostfriesland

| | 29.09.2023 14:04 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Ein Haus wird gebaut. Vor allem im Bauhauptgewerbe gab es im September in Ostfriesland deutlich weniger neue Stellen. Foto: DPA
Ein Haus wird gebaut. Vor allem im Bauhauptgewerbe gab es im September in Ostfriesland deutlich weniger neue Stellen. Foto: DPA
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Die Lage auf dem Arbeitsmarkt in Ostfriesland im September ist stabil geblieben. Doch erwartet die Agentur für Arbeit bald einen Einbruch.

Aurich/Ostfriesland - Leicht sind die Arbeitslosenzahlen in Ostfriesland im September gesunken – um drei Prozent, das sind 463 Personen. Das geht aus der Monatsstatistik der Agentur für Arbeit Emden-Leer hervor. Für den nächsten Monat erwartet Daniela Ringenaldus, Geschäftsführerin Operativ der Agentur für Arbeit Emden-Leer, allerdings einen Anstieg der Zahlen. Dann endet allmählich die Tourismussaison – und damit werden nach und nach nicht mehr benötigte Saisonkräfte in der Branche entlassen.

Deutlich unter dem Vorjahresniveau liegt den Angaben zufolge der Zugang an neuen Stellen. 17,9 Prozent weniger waren es diesen September im Vergleich zum September 2022. Der Arbeitgeber-Service verzeichnet insbesondere Rückgänge im Bauhauptgewerbe. Im Handwerk, der Logistikbranche und im Handel besteht nach wie vor ein Bedarf an Arbeitskräften. Im September 2023 wurden dem Arbeitgeber-Service 707 neue Arbeitsstellen gemeldet.

Qualifizierung als Mittel gegen Fachkräftemangel

Im Vergleich zum September 2022 ist die Zahl der Arbeitslosen gestiegen, und zwar um 6,2 Prozent. „Die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine, das nahende Saisonende sowie die konjunkturellen Entwicklungen und Aussichten haben Spuren hinterlassen“, erläutert Ringenaldus. Dennoch bezeichnet sie den Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Emden-Leer weiterhin als stabil.

Ringenaldus appelliert an Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber der Region, Personal stärker zu qualifizieren. „Besonders in Zeiten des demografischen Wandels und der anhaltenden Veränderungen durch Digitalisierung ist es wichtig, das eigene Personal fortzubilden – dies kann eine Lösung sein, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.“ Qualifizierung sei der Schlüssel für den Wandel, so Ringenaldus. Das Qualifizierungschancengesetz biete dabei für Unternehmen ein breites Spektrum an Hilfen.

Im September waren bei der Agentur für Arbeit Emden-Leer mit den angeschlossenen Geschäftsstellen und Jobcentern in Leer, Emden, Norden, Aurich und Wittmund 14.944 Personen arbeitslos gemeldet, 463 oder drei Prozent weniger als im August. Die Zahlen im Vorjahresvergleich (876 Personen / 6,2 Prozent) sind gestiegen. Die Arbeitslosenquote liegt mit 5,9 Prozent 0,2 Prozentpunkte über dem Vorjahresniveau (2022: 5,7 Prozent).

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