Fördermittel  Vereine wollen Geld von der Gemeinde Südbrookmerland

| | 18.09.2023 17:35 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Ein Mädchen streichelt nach einer Reitstunde ein Pferd. Foto: Patrick Pleul/DPA
Ein Mädchen streichelt nach einer Reitstunde ein Pferd. Foto: Patrick Pleul/DPA
Artikel teilen:

Die Südbrookmerlander Vereine haben sich mit zahlreichen Förderanträgen an die Gemeinde gewandt. Wofür sie das Geld ausgeben wollen und weshalb es Diskussionen gab.

Südbrookmerland - Was die Förderung ihrer Vereine betrifft, hat die Gemeinde Südbrookmerland überhaupt keinen Grund sich zu verstecken. Deutlich mehr Geld als manch andere Kommune stellt sie ihren Clubs Jahr für Jahr bereit. Jetzt ist bekannt, wofür sich die Vereine im kommenden Jahr Geld wünschen – und welche Punkte die Politik kritisch sieht.

Deutlich im Haushalt sichtbar sind Jahr für Jahr die Investitionskostenzuschüsse von 40.000 Euro für Sport- und 20.000 Euro für Kulturvereine. Geld, das auf Antrag der Vereine und auf Empfehlung der Sport-Arbeitsgemeinschaft als Zuschuss für Investitionen ausgezahlt wird. Oben drauf kommen noch Zuschüsse für Maßnahmen mit einem Gesamtvolumen von mehr als 10.000 Euro, über die die Politik gesondert berät. Und die Basisförderung, die für Jugendliche und Senioren, für Sportanlagen und für Vereinsheime gewährt wird und zu der auch Pflegemaßnahmen wie das Mähen der Sportplätze gehören.

Diskussionen um Schulpferd

Im Ausschuss für Jugend, Sport und Kultur wurden nun die Maßnahmen vorgestellt, für die die Vereine Fördermittel beantragt haben. Die Projekte reichen von der Anschaffung von Musikinstrumenten für den Posaunenchor Forlitz-Blaukirchen über die Anschaffung einer Laser-Schießanlage für die Victorburer Schützen bis zur Erneuerung von Heizungsanlagen in Vereinsheimen. Letztere war bereits vor einigen Monaten Thema. Der Billard-Club „Fortuna“ hatte einen entsprechenden Antrag gestellt. Der Club nutzt das Vereinsheim an der Ekelser Straße gemeinsam mit den Boßlern von „Ostfrisia“ Moordorf. Auch deren Heizungsanlage muss erneuert werden. Schnell war die Idee geboren, eine gemeinsame Heizung einzubauen. Doch wie sich nach Prüfung durch die Gemeindeverwaltung herausstellte, wäre dies teurer als zwei getrennte Anlagen zu bauen.

Diskussionen gab es im Ausschuss über einen Antrag des Pferdesportvereins „Großes Meer“. Der möchte ein neues Schulpferd anschaffen, um weiterhin Reitunterricht anbieten zu können. Das Problem: Weil noch kein Tier in Aussicht ist, liegt auch noch kein Angebot vor, über das entschieden werden könnte. Einen „Blankoscheck“ kann die Politik wegen der geltenden Förderbedingungen jedoch nicht ausstellen. Der zeitgleich gestellte Antrag auf vorzeitigen Maßnahmenbeginn wurde deshalb abgelehnt.

Anders war das beim Moormuseum Moordorf. Dort sollen Toilettencontainer auf dem Museumsgelände aufgestellt werden. Auch mit diesem Projekt hatte sich die Politik schon einmal beschäftigt. Seinerzeit gab es die Sorge, ein Container könne nicht ins Museumsbild passen. Was manche seinerzeit bereits vermutet hatten, ist nun Gewissheit: Der Museumsverein plant, den Container entsprechend zu verkleiden. Die vorzeitige Umsetzung der Maßnahme wurde in diesem Fall bewilligt. So kann zum Beginn der neuen Saison alles fertig sein. Andernfalls hätte man auf den Beschluss des Haushaltes warten müssen.

VfB-Projekt wurde zusammengestrichen

Der vorzeitige Maßnahmenbeginn bedeutet für die Vereine aber stets ein Risiko. Er sagt noch nichts darüber aus, ob die Förderung als solche bewilligt wird. Kommt es zu einer Ablehnung, bleiben die Vereine auf den Kosten sitzen.

Ordentlich zusammengestrichen wurde ein Antrag des VfB Münkeboe. Der wünschte sich noch im Mai eine Tribüne, die mehr als 33.000 Euro kosten sollte. Schon damals gab es im Ausschuss Diskussionen darüber. Laut Bürgermeister Thomas Erdwiens hatten sich im Nachgang zudem baurechtliche Probleme ergeben. Aus der einst geplanten Tribüne ist nun ein Unterstand geworden, der nur noch rund ein Drittel der ursprünglich veranschlagten Summe kosten soll.

Die Arbeitsgemeinschaften sollen nun Empfehlungen erarbeiten.

Ähnliche Artikel