Unruhige Zeiten in Emder Fabrik  VW-Werk stoppt nun doch Verbrenner-Bau

| | 15.09.2023 18:55 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Blick aus der Vogelperspektive auf das Emder VW-Werk. Foto: Aiko Recke
Blick aus der Vogelperspektive auf das Emder VW-Werk. Foto: Aiko Recke
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Nach der Streichung einer Schicht sollte es ab Montag eigentlich mit zwei Schichten wieder normal weitergehen. Nun aber werden in Emden drei Tage lang gar keine Passat und Arteon gefertigt.

Emden - Es ist ein großes Hin und Her: Wegen Problemen bei einem Motoren-Vorlieferanten in Slowenien infolge der dortigen Hochwasser-Katastrophe wird die Produktion der Verbrennermodelle im Emder VW-Werk nun doch zeitweise ausgesetzt. Von Montag, 18. bis einschließlich Mittwoch, 20. September, ruht die Fertigung in diesem Bereich. Entsprechende Medienberichte bestätigte ein Sprecher des Volkswagen-Konzerns in Wolfsburg am Freitagabend auf ON-Anfrage.

Wie berichtet war wegen der Probleme bei dem Vorlieferanten in Slowenien Ende August eigentlich sogar für drei Wochen im September Kurzarbeit geplant gewesen. 950 Leiharbeiter hätten abgemeldet werden und auf Gehalt verzichten müssen. Dann hieß es plötzlich, es seien, mit Hilfe angereister VW-Fachkräfte, offenbar doch noch zahlreiche unversehrte Zahnkränze für die Motorproduktion gefunden. Die Kurzarbeit konnte wieder abgesagt werden. Allerdings wurde die Produktion für zwei Wochen reduziert und die Spätschicht im Verbrenner-Bau (MQB-Bereich) gestrichen.

Ab Montag, 18. September, sollte es dann eigentlich dank leichter Entspannung bei der Teileversorgung im Verbrenner-Bereich wieder normal mit zwei Schichten weitergehen. Doch am Freitag nun die erneute Wende - und drei Tage Produktionsstopp bei den Verbrennern.

Die Mitarbeiter im Elektroauto-Bau (MEB) sind von dem Hickhack nicht direkt betroffen. In diesem Bereich war wegen Absatzproblemen bereits vor Wochen die zweite Schicht gestrichen worden.

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