Seltene Einblicke in Aurich  Eigentlich geschlossene Türen öffneten sich

| | 10.09.2023 17:03 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Herma Peters als Gräfin Anna von Oldenburg und Reenste Cornelis als Eberhardine Sophie von Oettingen machten im Auricher Mausoleum Geschichte lebendig. Foto: Aiko Recke
Herma Peters als Gräfin Anna von Oldenburg und Reenste Cornelis als Eberhardine Sophie von Oettingen machten im Auricher Mausoleum Geschichte lebendig. Foto: Aiko Recke
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Zum Tag des Denkmals am Sonntag konnten Interessierte Orte besuchen, die sonst nicht zugänglich sind. Im Auricher Mausoleum wurde ostfriesische Geschichte besonders lebendig.

Aurich - Nur ganz selten öffnen sich diese Türen für Besucher. Doch am Sonntag nutzten anlässlich des bundesweiten Tags des Denkmals mehr als 50 Interessierte die Chance, sich das Mausoleum der ostfriesischen Grafenfamilie Cirksena auf dem Auricher Stadtfriedhof anzusehen.

In der Grabkammer unter dem markanten 17 Meter hohen Kuppelgewölbe machten Reenste Cornelis und Herma Peters Geschichte ganz lebendig. Sie spielten für die Besucher Szenen aus dem Leben von Gräfin Anna von Oldenburg (Peters) und Eberhardine Sophie von Oettingen (Cornelis). Dabei spielte unter anderem das geheimnisvolle Totenkleid von Eberhardine eine Rolle, das die Verbindung zum Historischen Museum schlug, denn dort ist es ausgestellt. „Die Besucher freuen sich, dass das Mausoleum mal offen ist“, berichteten Cornelis und Peters.

Diese Besucherinnen schauten sich Funde aus Sandhorst an. Foto: Aiko Recke
Diese Besucherinnen schauten sich Funde aus Sandhorst an. Foto: Aiko Recke

Einbaum war ein Hingucker bei den Archäologen

Ähnlich seltene Einblicke gab es beim Archäologischen Dienst der Ostfriesischen Landschaft am Georgswall zu sehen. Die Landschaft veranstaltete am Denkmalstag einen Tag der Offenen Tür, bei dem sich alle Abteilungen präsentierten.

Bei den Archäologen war zum Beispiel der knapp fünf Meter lange Einbaum von Jemgum zu sehen, der 2009 bei einer Ausgrabung am Erdgasspeicher freigelegt wurde. Die Resonanz war auch hier trotz des drückend warmen Wetters beachtlich. „Wir haben uns gewundert, wieviel Zulauf wir haben“, sagte Grabungstechniker Axel Prussat den ON. Die Archäologen hatten einige besondere Funde für Besucher in Vitrinen zugänglich gemacht, etwa die wertvollen Funde, die vor rund zehn Jahren in Sandhorst beim Bau der großen Enercon-Hallen gemacht wurden.

Leiterin wünscht sich Ort zur Präsentation von Funden

Abteilungsleiterin Dr. Sonja König sagte im Gespräch mit den ON, sie würde sich durchaus einen Ort wünschen, wo man noch mehr von den Funden der Landschafts-Archälogen der Öffentlichkeit zeigen kann. Doch das wiederum wäre dann eher Aufgabe eines Museums.

Am Sonntag hatten die Besucher außerdem Gelegenheit, mit den Archäologen ins Gespräch über deren Arbeit zu kommen, wie Abteilungsleiterin Dr. Sonja König berichtete. „Viele wissen zum Beispiel nicht, wieviel Verwaltungsarbeit Archäologen zu tun haben. Das ist oft ganz schön sportlich“, so König.

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