Finanziert vom Kreis Aurich  Immer mehr Stipendien für Ärzte

| | 08.09.2023 19:48 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Ein Student im Praktischen Jahr untersucht in der Chirurgie einen Patienten mit einem Stetoskop. Foto: Uwe Anspach/DPA
Ein Student im Praktischen Jahr untersucht in der Chirurgie einen Patienten mit einem Stetoskop. Foto: Uwe Anspach/DPA
Artikel teilen:

26 angehende Mediziner wurden vom Kreis Aurich bislang gefördert. Sechs von ihnen sind schon in der Ubbo-Emmius-Klinik im Einsatz.

Mit Stipendien kämpft die Auricher Kreisverwaltung gegen den Fachkräftemangel. Vor allem in den Bereichen, wo besonders großer Mangel an Arbeitskräften herrscht.

Bei den Bauingenieuren lief es bislang nicht so erfolgreich. Wohl aber bei angehenden Ärzten für die Ubbo-Emmius-Klinik (UEK). Bislang gab es laut Landkreissprecher Lennart Adam seit 2012 insgesamt 26 Medizinstipendiaten in der Ubbo-Emmius-Klinik.

Vier Stipendiaten müssen das Geld zurückzahlen

16 Stipendiaten befinden sich derzeit noch in ihrem Studium. Von den bisher zehn Absolventen haben sechs als Assistenzärzte in der Klinik angefangen und vier sich anderweitig entschieden. Sie werden das Geld zurückzahlen müssen, denn einen Anspruch auf das Stipendium hat laut Adam nur, wer tatsächlich eine Stelle als Assistenzarzt antritt. „Die Kliniken begrüßen immer wieder ehemalige Stipendiaten als neue Fachkräfte, die nächsten Verträge sind schon unterzeichnet“, so Adam.

In den vergangenen Jahren sei das Budget für die Stipendien wegen steigender Nachfrage schrittweise von 30.000 Euro pro Jahr auf nun 100.000 Euro angehoben worden. Die volle Budget-Summe musste bislang aber noch nicht ausgeschöpft werden.

700 Euro monatlich nach dem ersten Examen

Der Landkreis stellt der UEK gGmbH das Geld für das Stipendiatenprogramm zur Verfügung. Gefördert werden Studenten zur Besetzung von Assistenzarztstellen im Rahmen der Fachweiterbildung in den Kliniken Aurich und Norden.

Das Stipendium kann anteilig bereits ab dem ersten Semester beansprucht werden, ab dem fünften Semester und nach Bestehen des Physikums bekommen die Stipendiaten den vollen Betrag von 700 Euro.

Die Frage, ob der Landkreis auch ein Stipendienprogramm für Hausärzte plant, ließ die Pressestelle unbeantwortet. Der Landkreis Leer vergibt seit 2015 Stipendien an Allgemeinmediziner, die sich dort dann für mindestens fünf Jahre niederlassen müssen. Erste Erfolge des Programms werden jetzt sichtbar.

Ähnliche Artikel