Ein Jahr Stille  Umbau des Leezdorfer Dorfplatzes wird gefördert

| | 06.09.2023 22:46 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
•Die Grünfläche vor der Mühle soll laut der Planung vom vergangenen Jahr so bleiben wie sie ist.. Foto: Karin Böhmer
•Die Grünfläche vor der Mühle soll laut der Planung vom vergangenen Jahr so bleiben wie sie ist.. Foto: Karin Böhmer
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Vor einem Jahr wurde der Antrag eingereicht – seitdem war es still um das zuletzt kontrovers diskutierte Projekt.

Leezdorf - Vor einem Jahr schlugen die Wellen in Leezdorf hoch: In mehreren Sitzungen im Rahmen der „Dorfregion Brookmerland“ hatten Bürger einen Plan für die Umgestaltung des Dorfplatzes entwickelt. Doch als dieser vorgestellt wurde, gab es Kritik: Der Mühlenverein sorgte sich, dass die Mühle für Busreisende unattraktiv werden könnte, wenn die Besucher nicht mehr bis auf den Platz gefahren werden können. Im Plan war vorgesehen, dass Busse künftig an der Straße halten. Zudem gab es Sorge, dass bei den großen Veranstaltungen in Leezdorf der Platz nicht mehr für alles ausreichen werde.

Kurz nach dieser Sitzung endete am 30. September 2022 die Frist, bis zu der Anträge eingereicht werden konnten. Seitdem ist es still geworden um das Projekt.

Fertigstellung bis spätestens Ende September 2025 nötig

Die Leedorfer Gemeindebürgermeisterin Gisela Riesebeck (SPD) sagte den ON, dass seit der Antragstellung in Leezdorf keine neuen Informationen angekommen seien. Sie verwies an die Samtgemeindeverwaltung.

•Planer Werner Klöver aus Leer stellte im vergangenen September kurz vor der Antragstellung seine Ideen zur Gestaltung des Dorfplatzes in Leezdorf vor. Foto: Thomas Dirks
•Planer Werner Klöver aus Leer stellte im vergangenen September kurz vor der Antragstellung seine Ideen zur Gestaltung des Dorfplatzes in Leezdorf vor. Foto: Thomas Dirks

Doch weder die noch das für die Umsetzungsbegleitung der „Dorfregion“ beauftragte Büro „Consultants Sell-Greiser“ reagierten bis Mittwochabend auf eine ON-Anfrage von Dienstag.

Dafür gab es Auskunft vom Amt für regionale Landesentwicklung (ARL), das die Förderanträge prüft: Laut Karsten Deyerling, zuständig für Dorfentwicklungsverfahren, wurde die „Aufwertung und Umgestaltung des Dorfplatzes in Leezdorf“ am 29. September 2022 beantragt und am 23. Mai bewilligt. Das Ende des Bewilligungszeitraums ist noch lange hin: Erst am 29. September 2025 muss das Projekt abgerechnet sein.

In Marienhafe hat Umsetzung auch still begonnen

Wie berichtet, hatte ein Planungsbüro einen Entwurf erarbeitet. Ziel war eine bessere Wegeführung im Parkplatzbereich, die Entsiegelung von Flächen, eine kleine überdachte Bühne an der Ecke des Dorfplatzes, Rundbänke sowie Spielgeräte am Rande des Platzes und freies W-Lan.

In dieser Ecke soll es künftig eine kleine überdachte Bühne geben. Das Foto stammt aus dem August 2022, als es um den Antrag für die Umgestaltung ging. Foto: Karin Böhmer
In dieser Ecke soll es künftig eine kleine überdachte Bühne geben. Das Foto stammt aus dem August 2022, als es um den Antrag für die Umgestaltung ging. Foto: Karin Böhmer

Wann und wie diese Pläne umgesetzt werden, wird wahrscheinlich irgendwann vor Ort zu sehen sein. Derzeit laufen auch in Marienhafe die Umbauarbeiten für ein Projekt der Dorfregion. Dort entsteht der Spiel- und Erlebnispunkt „Am Markt 13“, der laut Deyerling bis zum 23. September fertiggestellt sein muss. Die Bewilligung des Fördergeldes datiert auf den 20. Juli 2021. Ein drittes Projekt ist der Ruhe- und Erlebnispunkt „Am Markt 27“, der am 31. Juli fertig sein musste. Für ihn wurde das Geld am 21. Juli 2021 bewilligt. Mehrere Anfragen der ON im Verlauf der Bauphase zu den Details der Umgestaltung blieben seitens der Verwaltung unbeantwortet.

Sieben Anträge gestellt, sechs bewilligt

Bislang wurden laut Deyerling insgesamt sieben Anträge im Zuge des Förderprogramms „Dorfregion“ gestellt. Darunter zwei private: Einer zur Restaurierung der Schewelingschen Mühle und des Müllerhauses – Fertigstellungstermin war der 30. April – und einer zur Sanierung der Tjücher Mühle, die bis zum 13. Oktober fertig sein muss. In Osteel wurden die Nebenfläche des Gemeindehauses und das Friedhofsgelände umgestaltet. Der Antrag auf Neugestaltung des Ehrenmals auf dem Osteeler Friedhof wurde vom ARL abgelehnt.

Somit gab es bislang vier Anträge aus Marienhafe, zwei aus Osteel und einen aus Leezdorf. Drei Projekte gelten als abgeschlossen, eins ist abgelehnt und drei sind in der Umsetzungsphase.

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