Haushaltskonsolidierung in Aurich  Erste Erfolge durch Zinssicherungsprogramm

| | 26.08.2023 15:12 Uhr | 1 Kommentar | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Es ist etwas Geld in die klamme Auricher Kasse gekommen. Foto: DPA
Es ist etwas Geld in die klamme Auricher Kasse gekommen. Foto: DPA
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Es klingt abstrakt, aber es bringt Geld: Die Stadt lässt ihre Kredite nun von einem Unternehmen hinsichtlich der Zins-Höhe absichern. Das hat im ersten Halbjahr schon einiges an Ersparnis gebracht.

Aurich - Die erste Haushaltskonsolidierungsmaßnahme der Stadt Aurich scheint sich schon gelohnt zu haben. Der Rat hat im Dezember beschlossen, mit der Magral AG aus München einen Beratungsvertrag zur Zinssicherung des Darlehensportfolios der Stadt Aurich zu vereinbaren. Nun wurde die erste Bilanz vorgelegt.

Ein Magral-Sprecher zeigte im vergangenen Jahr in einer Ausschusssitzung die Risiken auf, die bei steigendem Zins im Auricher Haushalt stecken. Steige der Zins gegenüber dem jetzigen Abschluss nur um zwei Prozent, bedeute das für die Stadt Aurich Mehrausgaben von gut drei Millionen Euro in der Zeit bis 2026 gegenüber dem ursprünglichen Zins. Klettere der Zins auf vier Prozent, kämen weitere 430.000 Euro hinzu. Über einen Betrachtungszeitraum von 30 Jahren gehe es um Millionen Euro.

Mehr als 200.000 Euro für die Stadtkasse im ersten halben Jahr

Durch dauerhafte Zinsabsicherung konnten nach Angaben von Bürgermeister Horst Feddermann in der Zeit von Februar bis Juni 237.207 Euro eingespart werden. Davon wird das Beraterhonorar abgezogen, das nach damaligen Angaben des Magral-Sprechers bei 10 Prozent der erzielten Zinsrückflüsse liegt. Bleiben also knapp 213.500 Euro für die Stadtkasse übrig.

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Was macht Magral? Die Leistung der Firma besteht darin, durch Zinstauschverträge die Zinsstruktur der Auricher Verbindlichkeiten zu beeinflussen, während die zugrundeliegenden Forderungen und Verbindlichkeiten unverändert bleiben. Dabei geht es besonders um die Kassenkredite der Stadt, für die von der Kämmerei kein langfristiger Zinssatz vereinbart werden kann. Sie liegen laut Feddermann bei rund 35 Millionen Euro.

Feddermann zeigte sich erfreut über den Erfolg der Maßnahme. Auch Bodo Bargmann (CDU), Vorsitzender des Finanzausschusses, bewertete den Betrag als sehr positiv, versetzte jedoch auch trocken: „Wenn die Schulden nicht so hoch wären, wäre der Betrag kleiner.“