SpVg Aurich im Fokus Neustart der SpVg Aurich beginnt mit Niederlage
Für den zum Interimstrainer beförderten Milad Faqiryar gibt es in Norden eine Pleite. Der 30-Jährige befindet sich in einer ungewohnten Lage.
Aurich/Norden - Als der Auricher Co-Trainer Milad Faqiryar Anfang der Woche von der Entlassung von Chefcoach Uwe Groothuis und seiner Beförderung zum Interimstrainer des Letzten der Bezirksliga erfuhr, da entstand für ihn eine ungewohnte Situation. Im Gespräch mit den Ostfriesischen Nachrichten sagte der 30-Jährige am Donnerstagvormittag: „Es war, als wäre ich ins kalte Wasser geschmissen worden. Zuvor waren alle Augen auf Uwe gerichtet, plötzlich schauten alle auf mich.“
Spieldaten
Tore: 1:0 Perquku (16.), 2:0/3:0 Fröhlich (62./80.).
SpVg Aurich: Bugday, L. Smit, Camara (71. S. Smit), Ahrens, Schmidt (46. Kampmann), Schoolmann (67. Adebiyi), Berete (67. Alghawi), Tamoyan (46. Isimaila), Delphonse, Toufaili, Mouzong.
So wie am Mittwochabend beim Gastspiel der SpVg Aurich in Norden. Auf Kunstrasen unterlagen die Gäste bei den zuvor sieglosen Norder mit 0:3. Faqiryar sah einen katastrophalen Auftritt seiner Elf in Halbzeit eins. Der unerwartete Trainerwechsel schlug auf die Leistung der Rot-Weißen durch. Sie kamen verunsichert daher, leisteten sich viele Fehler und hatten im ersten Durchgang nach Auskunft von Faqiryar „nicht eine halbe Chance“.
Die Taktik ging auf
Die Gastgeber schlugen aus der Schwäche der Auricher kaum Kapital. Ausgenommen der frühe Führungstreffer durch Fidijas Perquku (16.). Mit diesem knappen Rückstand rettete sich Aurich in die Pause. Faqiryar brachte zu Beginn der zweiten Hälfte zwei frische Spieler, forderte seine Elf auf, höher zu schieben und vorne Alarm zu machen“. Die Taktik ging auf, beide Mannschaften begegneten sich auf Augenhöhe, bis nach rund einer Stunde der Norder Treffer zum 2:0 nach Ansicht von Faqiryar „aus dem Nichts fiel“. Aurich steckte jedoch nicht auf, hatte die eine oder andere Kopfballchance durch Jens Kampmann oder Simon Smit. Der Anschlusstreffer fiel aber nicht, sondern in der Schlussphase das 3:0 für Norden.
Zwischen dem Aufstieg zum Interimstrainer und dem Gastspiel in Norden legten die Auricher eine Trainingseinheit ein. Wenig Zeit, um Dinge zu verändern, meinte Faqiryar. Weil sein Co-Trainerkollege Steven Liesegang gegenwärtig Urlaub macht, setzt er auf die Mithilfe von Kapitän Marco Mouzong. Für beide eine Herkulesaufgabe, denn die kommenden Gegner TuRa Westrhauderfehn, Germania Leer und SV Wallinghausen sind keine Laufkundschaft, sondern starke Gegner. Gegner, die der angeschlagenen SpVg zusetzen wollen.