Zwei neue Gruppen 37 neue Kita-Plätze für die Stadt Aurich
An der Von-Bodelschwingh-Straße und im Integrationsstützpunkt der Auricher KVHS sollen noch im Herbst kleine Kindergartengruppen eingerichtet werden. Der Bedarf ist damit aber noch nicht gedeckt.
Aurich - Zwei neue Kindergartengruppen können noch in diesem Herbst in der Stadt Aurich entstehen. Zum einen hat die Kreisvolkshochschule (KVHS) einen Teil ihres Integrationszentrums für Geflüchtete an der Johannes-Diekhoff-Straße als neues Domizil angeboten. Eines der dortigen Gebäude soll mit einem Essbereich, einem Gruppen- und einem Ruheraum für 15 Kindergarten- und vier Krippenkinder hergerichtet werden. Träger wäre die KVHS, eine Tochter des Landkreises Aurich.
Zudem hat der Hort an der Von-Bodelschwingh-Straße in Aurich immer weniger Nutzer. Dort soll stattdessen eine Kindergartengruppe für 18 Kinder eingerichtet werden. Die Auricher Politik wird am 29. August über die Pläne diskutieren. Die Stadt freut sich über zentrumsnahe Plätze für „eine größere Anzahl von Kindern“, die unversorgt seien.
37 Plätze werden den Bedarf nicht komplett decken
Alle Kita-Plätze, die in Aurich noch fehlen, können auch durch die zwei Kindergartengruppen nicht geschaffen werden. Aber nach Angaben von Fachbereichsleiterin Sandra Grau ist der Mangel an Plätzen auch nicht als dramatisch zu bezeichnen. Vor zwei Jahren hatte die Verwaltung im Frühsommer bekanntgegeben, dass insgesamt 120 Betreuungsplätze fehlen. Daraufhin wurden neue Plätze, unter anderem in einer Container-Kita in Extum, geschaffen. Insgesamt entstanden nach Angaben der Verwaltung damals 79 neue Betreuungsplätze. Im vergangenen Oktober war von 70 Kindern auf der Warteliste für einen Kita-Platz die Rede. Seitdem wurde im Gemeindehaus der Lambertikirche eine neue Gruppe eingerichtet.
Was der Stadt Aurich vor allem fehlt, ist wohl ein ausreichendes Angebot im Kernstadtbereich – unter anderem in der Ganztagsbetreuung. Laut Grau werden in der Sitzung des Sozialausschusses am Dienstag erste Zahlen zur Auslastung der Kita-Landschaft vorgestellt. Die offizielle Aufstellung gibt es erst im September, wenn alle Kinder in den Einrichtungen angekommen sind. Dann wird man laut Grau sehen können, in welchen Einrichtungen es vielleicht noch freie Plätze gibt und wie viele Kinder bei anderen auf der Warteliste stehen.
Innenstadtnahe Angebote besonders nachgefragt
Einzelne freie Plätze gab es in der Vergangenheit meist nur in den Kitas im Randbereich. Wie stark „überbucht“ die Einrichtungen im Stadtzentrum sind, wird man der Liste aber auch diesmal nicht entnehmen können. Sie weist nur die Vollbelegung aus, nicht die Wartelisten oder die Fälle, in denen maximal der Zweitwunsch erfüllt werden konnte.
Anhand der Angaben der Eltern beim Erstwunsch im Kita-Buchungsportal lasse sich aber auch nicht ergründen, wo nach Elternwunsch wie viele Plätze nötig wären, betonte Grau auf ON-Nachfrage. Manche Eltern wollten einen Platz wohnortnah, andere lieber in der Nähe des Arbeitsplatzes, andere wählten eine Kita aus, weil diese ein Ganztagsangebot habe oder aus noch anderen Gründen. Daraus ließen sich keine verallgemeinerbaren Rückschlüsse ziehen.
Immerhin: Zwei neue Gruppen kommen bald hinzu – eine sogar mit Ganztagsangebot.
Geöffnet von 7.30 bis 16.30 Uhr
Die Kreisvolkshochschule (KVHS) – eine Tochter des Landkreises Aurich – gibt die Geflüchtetenunterbringung in einem Teil des Intergrationsstützpunktes in der Nähe der KVHS auf. In den frei werdenden Teil des Integrationszentrums kann eine altersübergreifende Kita-Gruppe mit 15 Kindergartenkindern und vier Krippenkindern einziehen.
In der kleinen Kita in Trägerschaft der KVHS soll es einen Gruppenraum, ein Forum als Ess- und Kleingruppenbereich, einen Ruhe- und Schlafraum und die normalen Nebenanlagen einer Kita geben. Laut KVHS-Konzept soll von Montag bis Freitag von 7.30 bis 16.30 geöffnet sein.
Betrieb ab Oktober möglich
„Die Räumlichkeiten wurden ursprünglich zur Unterbringung von Flüchtlingen genutzt. Auf dem Gelände befinden sich weiter Häuser, die hierzu genutzt werden. Durch die aktuelle Situation des Kriegs zwischen Russland und der Ukraine werden dort und in der nächsten Nachbarschaft überwiegend geflohene Familien untergebracht“, heißt es in dem Konzept für die Kita. Bislang betreibt die KVHS bereits zwei Kindertagesstätten in Norden – eine am eigenen Standort, eine bei der Ubbo-Emmius-Klinik.
Die Kita könnte schon im Oktober den Betrieb aufnehmen, heißt es in der Präsentation der KVHS. Perspektivisch sei in der anderen Hälfte des Gebäudes eine Krippengruppe denkbar.
Neue Vormittagsgruppe hilft den Eltern
Die zweite neue Kindergartengruppe soll an der Von-Bodelschwingh-Straße den bisherigen Hort ersetzen. Dieser sei immer weniger nachgefragt worden, so die Verwaltung. Für das frische Schuljahr habe es nur zwei Anmeldungen für die insgesamt 20 Plätze gegeben. Diese beiden Kinder seien nun anderweitig versorgt, sodass die Räume mit wenigen Änderungen in einen Kindergarten mit 18 Vormittagsplätzen umgewandelt werden könne – sehr kurzfristig.
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Den Eltern käme dies gelegen, weil sie dann Sprachkurse besuchen könnten, die nur vormittags angeboten werden. Andere Kinder von der Warteliste könnten wiederum in die Nachmittagsgruppe nachrücken, heißt es in einer Vorlage für die Politik.