Probleme mit E-Auto-Absatz  VW-Bosse besuchen Emder Werk in Krise

| | 14.08.2023 20:21 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Mitarbeiter des Emder VW-Werks in der Elektroauto-Produktion des ID 4 in der Montagehalle 20. Foto: DPA
Mitarbeiter des Emder VW-Werks in der Elektroauto-Produktion des ID 4 in der Montagehalle 20. Foto: DPA
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Die Vorstände, die am Montag aus Wolfsburg anreisen, werden auch den offiziellen Startschuss für Elektro-Passat namens ID 7 geben.

Emden - Mitten in der akuten Absatzkrise kommen am Montag, 21. August, Mitglieder des VW-Konzernvorstands zum jährlichen Standortsymposium nach Emden. Zu diesem Anlass soll es auch einen kleineren, offiziellen Startschuss zum Produktionsanlauf der neuen Elektro-Limousine ID 7 geben. Das bestätigte die Pressestelle des Werks auf ON-Anfrage. Der Passat-Nachfolger lief bereits vor dem Werksurlaub in kleineren Stückzahlen seit mehreren Wochen vom Band.

Beim Emder VW-Standortsymposium ließen sich Konzern- und Markenvorstände sowie Betriebsratsvertreter aus Wolfsburg in Halle 20 von den Vorbereitungen für den Elektro-SUV ID 4 berichten. Foto: DPA
Beim Emder VW-Standortsymposium ließen sich Konzern- und Markenvorstände sowie Betriebsratsvertreter aus Wolfsburg in Halle 20 von den Vorbereitungen für den Elektro-SUV ID 4 berichten. Foto: DPA

„Das Standortsymposium ist immer ein Highlight, um sich zu präsentieren“, sagte der Emder VW-Betriebsratsvorsitzende Manfred Wulff auf ON-Anfrage. Beim Rundgang mit den Vorständen aus Wolfsburg werde man wieder aktuelle Projekte in der Fabrik präsentieren.

Betriebsrat will auch Absatzkrise thematisieren

Beim letzten Standortsymposium im April 2022 waren unter anderem der damalige VW-Markenchef Ralf Brandstätter und Gesamtbetriebsratschefin Daniela Cavallo aus Wolfsburg nach Emden gereist.

Natürlich werde man auch über die aktuelle Absatzkrise mit den Vorstandsmitgliedern sprechen, so Wulff. Bis dahin wolle er aber zur aktuellen Situation keine weiteren Stellungnahmen abgeben, so der Betriebsrat.

Laut Medienberichten hatten Betriebsräte, Gewerkschafter und Mitarbeiter dem Vorstand bei einer Betriebsversammlung Anfang Juli symbolisch die „Rote Karte“ gezeigt.<

Wie berichtet, war Ende Juni relativ überraschend bekannt geworden, dass im Emder VW-Werk wegen deutlich gesunkener Auftragszahlen bei den E-Autos eine von zwei Schichten gestrichen wird. Der Werksurlaub für die Elektroauto-Fertigung (MEB-Bereich) wurde um eine Woche verlängert. Seit diesen Montag, 14. August, sind nun alle Mitarbeiter wieder in der Fabrik.

Hunderte Leiharbeiter müssen gehen

Wegen der akuten Absatzkrise müssen rund 300 Leiharbeiter, die eigentlich bis Frühjahr 2024 bleiben sollten, bereits im August/September/Oktober gehen, weitere könnten im Jahr 2024 ihren Job verlieren.

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