Aufsteiger Riepe im Saisoncheck  Riepe setzt auf junges, eingespieltes Team

| | 02.08.2023 13:11 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Ende April feierte der TSV Riepe im Gemeindederby einen wichtigen 3:2-Erfolg beim Mitkonkurrenten um den Aufstieg Eintracht Ihlow. Die Meisterschaft und damit das Ticket für die Ostfrieslandliga machten die Blau-weißen am letzten Spieltag mit einem deutlichen Erfolg in Warsingsfehn klar. Foto: Wilfried Gronewold
Ende April feierte der TSV Riepe im Gemeindederby einen wichtigen 3:2-Erfolg beim Mitkonkurrenten um den Aufstieg Eintracht Ihlow. Die Meisterschaft und damit das Ticket für die Ostfrieslandliga machten die Blau-weißen am letzten Spieltag mit einem deutlichen Erfolg in Warsingsfehn klar. Foto: Wilfried Gronewold
Artikel teilen:

Der neue Trainer Sören Tomljanovic will den Aufsteiger in der Ostfrieslandliga etablieren, aber die hungrige Elf hat Potenzial für mehr.

Riepe - Verzagt ist der neue Trainer des TSV Friesenstolz Sören Tomljanovic nicht, wenn er über seine Aufgabe bei den Blau-Weißen nachdenkt. Sein Vorgänger Alwin Tierok-Heddinga machte in der Vorsaison den Aufstieg in die Ostfrieslandliga perfekt. Ein schönes Geschenk für seinen Nachfolger, aber auch eine Bürde. Der TSV-Vorstand hatte sich bereits zu Beginn des Jahres für Veränderungen im Trainerteam ausgesprochen. Tierok-Heddinga wechselte in der Liga zu seinem Heimatverein Ostfrisia Moordorf und Tomljanovic stieg vom Trainer der A-Jugend der JSG Riepe/Westerende/Ihlow zum Cheftrainer der 1. Herren von Friesenstolz auf.

Sieben Jahre lang trainierte Sören Tomljanovic den Nachwuchs des TSV Riepe. Nun will er die 1. Herren als Aufsteiger mit einer jungen Elf in der Ostfrieslandliga etablieren. Foto: privat
Sieben Jahre lang trainierte Sören Tomljanovic den Nachwuchs des TSV Riepe. Nun will er die 1. Herren als Aufsteiger mit einer jungen Elf in der Ostfrieslandliga etablieren. Foto: privat

Er blickt zuversichtlich auf die kommende Saison: „Unsere Vorbereitung wurde von Woche zu Woche besser. Für uns ist es wichtig, so schnell wie möglich in der neuen Liga anzukommen.“ Angekommen ist der gebürtige Sachsen-Anhaltiner vor sieben Jahren beim TSV. Einer, der sich in seiner alten Heimat in der Gemeinde Südharz als Rechtsaußen einen Namen auf dem Rasen machte. Er wurde nach einem Kreuzbandriss zum Innenverteidiger umgeschult. „Mit 24 musste ich dann mit Fußball aufhören und habe als Trainer im Jugendbereich weitergemacht“, erzählt Tomljanovic. Er hat sich viel bei seinem Trainervorbild Benny König abgeschaut.

Eingespielte Mannschaft

Tomljanovic beschreibt sich als einen „ruhigen und kontrollierten Typen“. Aber an der Seitenlinie kann es auch schon mal emotionaler zugehen. Da kann er laut werden. So laut, dass er hin und wieder mit heiserer Stimme die Fahrt nach Hause antritt. Die Erfahrungen als Spieler und Nachwuchstrainer kommen ihm bei seiner neuen Aufgabe beim TSV zugute. Er weiß um die Befindlichkeiten der jungen Spieler und nach eigenen Angaben hat er auch einen guten Draht zu ihnen. Dabei ist er nicht allein an der Seitenlinie. Ihm zur Seite steht mit Wolfgang Niehues ein routinierter Mitstreiter. Beide und das gesamte Funktionsteam des TSV sind gefordert, aus einer jungen Mannschaft mit einem Durchschnittsalter von rund 22 Jahren eine schlagkräftige Mannschaft zu formen, die sich in der Liga mit namhaften Teams wie Moordorf, Holtriem oder Ihrhove messen wird.

Tomljanovic bleibt gelassen: „Wir schauen mal, was geht. Ein Vorteil ist, dass wir nahezu zusammengeblieben und ein eingespieltes Team sind. Was zählt, sind Teamgeist und Geschlossenheit. Ein Vorteil ist, dass die meisten Spieler aus der Gemeinde kommen. Das schweißt zusammen.“

Liste der Ausfälle ist lang

Alleine mit jungen Spielern werde es aber nicht gehen, so Tomljanovic. Der Mix aus jungen und älteren Spielern müsse es machen. Riepe wird gleich zum Saisonbeginn mächtig gefordert. Holter SV, TuS Holtriem und Ostfrisia Moordorf heißen die ersten drei Gegner in der Ostfrieslandliga. „Das sind gleich drei Knaller für uns. Wir freuen uns drauf“, so der 35-Jährige. Einziges Problem ist gegenwärtig das Heer der verletzten Spieler. Mehr als zwei Dutzend Spieler stehen auf der Liste, davon sind knapp 20 einsatzfähig. Er hofft, dass die Liste der Ausfälle schnell kürzer wird.

Sein Geld verdient er bei VW in Emden als Unterabteilungsleiter in der Nacharbeit. Dort werden Schönheitsfehler und Mängel behoben, bevor die Autos das Werk verlassen. Er arbeitet in Normalschicht. Damit sind die Abende für die Trainingseinheiten und das Wochenende für die Punktspiele frei.

Tomljanovic fühlt sich mit seiner Familie in Ostfriesland wohl und schätzt die Nähe zur Küste und den Inseln. Gleichwohl vermisst er etwas aus dem Südharz: Die Wälder und die Berge, besonders den Brocken. Vielleicht geht es ja für ihn und seine Elf in der Tabelle noch hoch hinaus. Potenzial und Qualität hat die Mannschaft, meint der TSV-Trainer. Gute Voraussetzungen für eine interessante Saison.

Ähnliche Artikel