Neue Zahlen veröffentlicht Arbeitslosenzahl in Ostfriesland leicht gestiegen
Im Vergleich zum Vorjahr waren mehr als 1500 mehr Menschen arbeitslos gemeldet. Eine Altersgruppe fiel dabei besonders auf.
Leer/Aurich/Ostfriesland - Leicht gestiegen ist die Zahl der Arbeitslosen in Ostfriesland im Juli - um 666 auf jetzt 15.193 Personen. Die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk Leer-Emden stieg im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Prozent auf 6,0 Prozent an. Im Vorjahresvergleich allerdings sind die Arbeitslosenzahlen deutlicher gestiegen, im Vergleich zum Juli 2022 waren 1.580 Personen mehr arbeitslos gemeldet - das waren 11,6 Prozent mehr. Die Arbeitslosenquote lag 0,5 Prozentpunkte über dem Vorjahresniveau (2022: 5,5 Prozent).
Wie die Arbeitsagentur mitteilte, zeigte sich im Juli besonders in den Arbeitslosenzahlen der 15- bis unter 25-Jährigen eine Veränderung. Im Vergleich zum Vormonat haben sich in Ostfriesland 27,6 Prozent (362 Personen) mehr junge Menschen arbeitslos gemeldet. „Schulabsolventen sowie junge Menschen, die nach ihrem Ausbildungsende von den Betrieben nicht übernommen werden oder keine Anschlussbeschäftigung gefunden haben, melden sich arbeitslos. Die Arbeitslosigkeit in dieser Altersklasse ist aber erfahrungsgemäß nur vorübergehend und nimmt nach den Sommermonaten wieder ab“, erläutert Daniela Ringenaldus, Geschäftsführerin Operativ der Agentur für Arbeit Emden-Leer.
Viele freie Ausbildungsstellen in Ostfriesland
Und: „Mit 1.204 freien Ausbildungsstellen in Ostfriesland stehen die Chancen für Jugendliche nach wie vor gut, noch einen Ausbildungsplatz zu finden. Ausbildungen können auch noch nach dem traditionellen Start zum 1. August starten“, erläutert Ringenaldus. Im Vergleich zum Vormonat konnten 260 Stellen durch den Arbeitgeber-Service abgemeldet werden. Das zeige, dass auch noch kurzfristig Ausbildungsverhältnisse zustande kommen.
Ringenaldus rät Ausbildungssuchenden sich jetzt noch bei der Berufsberatung zu melden, um Unterstützung bei der Suche zu erhalten. Termine können unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 4 5555 00 oder online unter www.arbeitsagentur.de/kontakt vereinbart werden.
Fast 5300 Langzeitarbeitslose
Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III) waren im Juli 5.146 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat ist die Zahl um 12,3 Prozent bzw. 564 Personen gestiegen. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist sie um 11,4 Prozent oder 526 Personen gestiegen. Insgesamt erhielten im Juli 4.720 Personen Arbeitslosengeld, 550 mehr als vor einem Jahr.
Im Bereich der steuerfinanzierten Grundsicherung (SGB II) waren 10.047 Personen arbeitslos gemeldet. Davon zählen 5.289 Personen als Langzeitarbeitslose. Insgesamt ist die Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vormonat um 1,0 Prozent oder 102 Personen gestiegen. Der Anstieg zum Vorjahr beträgt 11,7 Prozent oder 1.054 Personen.
Zusätzlich zu den Arbeitslosen zählen zur sogenannten Unterbeschäftigung Personen, die nicht als arbeitslos gelten, aber durch arbeitsmarktpolitische Maßnahmen gefördert werden. Die Unterbeschäftigung betrug nach vorläufigen Angaben im Juli 2023 insgesamt 19.720 Personen. Die Unterbeschäftigungsquote lag bei 7,7 Prozent (Juli 2022: 7,0 Prozent). Im Landkreis Aurich stieg die Zahl der Arbeitslosen im Juli gegenüber dem Vormonat um 236 auf 5969. Die Quote stieg von 5,4 auf 5,8 Prozent.