Ostfriesland Cup Perfekter Einstand für den neuen Co-Trainer von Wallinghausen
Wie der Wallinghausener Albert Folkers den ortsabwesenden Trainer vertrat und sein Gesellenstück machte. Der SVW steht im OC-Halbfinale
Wallinghausen – Die Geste war eindeutig. Als der neue Wallinghausener Co-Trainer Albert Folkers nach dem Schlusspfiff am Sonntagnachmittag seine beiden Arme in den grauen Himmel stemmte, da konnte jeder in seinem Umfeld die Erleichterung von Folkers spüren.
Dieser vertrat den ortsabwesenden Trainer Ewald Mühlenbrock und lieferte im Viertelfinale des Ostfriesland Cups (OC) gleich sein Gesellstück ab. Fußballbezirksligist Wallinghausen schlug vor rund 220 Zuschauern den Ligakonkurrenten TuS Pewsum mit 2:0 Toren. Zur Pause hatte es noch 0:0 gestanden. Für die harmlosen Gäste eine in der Höhe schmeichelhafte Niederlage. Sie hätte höher ausfallen müssen.
SVW lässt Chancen aus
Das fand auch Folkers. Er sagte nach Spielschluss: „Unser Erfolg war verdient. Wir hätten schon zur Pause mit 2:0 oder 3:0 führen müssen.“ Da lag er mit seiner Analyse goldrichtig. Die Rollen waren auf dem Wallinghausener Rasen klar verteilt. Die Gäste standen tief und warteten vergeblich auf den einen oder anderen langen Ball in die Spitze. Die Gastgeber gingen konzentriert ans Werk. Sie suchten ihr Heil in der Offensive. Im gesamten Spielverlauf resultierten aus den SVW-Angriffen zehn Ecken, aber am Anfang brachten sie nichts ein.
Mitte der ersten Hälfte lag der erste Treffer für die Wallinghausener gleich zweimal in der Luft. Als Marvin Dahlke seinen Mitspieler Kedin-Bosco Muwenge im Zentrum anspielte, da fackelte dieser nicht lange. Sein Schuss wurde aber Beute für den gut aufgelegten Gäste-Torwart Nils Ludwig. Kurz danach wurde Muwenge bei einer Aktion im Strafraum von den Beinen geholt. Pfiff und Elfmeter für Wallinghausen. Kapitän Marvin Dahlke legte sich den Ball zurecht. Sein Schuss war ordentlich, aber der Pewsumer Torwart Ludwig warf sich in die richtige Ecke und fing den Ball ab. Kein Tor für den SVW. In der Schlussphase der ersten Hälfte hatten die Gastgeber weitere gute Möglichkeiten. Lukas Günsel tankte sich auf der rechten Seite durch und setzte Muwenge in Szene. Dieser hob den Ball unter die gegnerische Latte. Von da prallte die Kugel zurück ins Feld. Kein Tor für den protestierenden SVW, befand Schiedsrichter Joris Mülder – zu Recht. In der Nachspielzeit versuchte Bent Bogena sein Glück mit einem Distanzschuss, der sein Ziel aber knapp verfehlte.
„Weite rmachen“ wird belohnt
Keine Frage, Wallinghausen ging als Punktsieger gegen einen sturmschwachen Gegner in die Kabine. „Weiter machen“ lautete die Devise von Folkers. Ein richtiger Ansatz, denn das Glück sollte sich in der zweiten Hälfte den Grün-Weißen zuwenden. Als Günsel in der 57. Minute den Ball quer auf Bogena spielte, setzte dieser einen strammen 15-Meter-Schuss ab, der sich im Pewsumer Netz wiederfand. „Endlich, endlich“, war die Erleichterung auf der Wallinghausener Trainerbank hörbar.
Für die Vorentscheidung sorgte Kapitän Dahlke mit einem klasse Tor. Wertvolle Vorarbeit leistete Hendrik Schulz, der Dahlke an der Strafraumgrenze den Ball vor die Füße spielte. Dahlke ging noch zwei, drei Schritte und hämmerte den Ball zum 2:0 in die Maschen. Damit war der Halbfinaleinzug und 1000 Euro zusätzlich für die Mannschaftskasse gesichert. Gegner ist am Mittwoch zu Hause Landesliga-Aufsteiger TuS Esens.
Tore: 1:0 Bogena (57.), 2:0 Dahlke (77.).
SV Wallinghausen: J.-T. Ahlers, K. Ahlers, Bogena, M. Ackermann (64. Ageev/92. Rohl), Dahlke, Mühlenbrock, Alberts (85. Herbold), Muwenge (72. Löning), Kramer, Günsel (82. T. Ackermann), Schulz.