Bezirksliga im Fokus Weshalb der SV Großefehn erfolgreich und auch noch fair spielt
Die Fehntjer Kicker belegen beim VGH Fairness Cup Platz zwei. Sie haben auch bei zwei Turnieren einen guten Lauf. Dafür gibt es mehrere Gründe
Großefehn – Drei gute Nachrichten für den SV Großefehn. Die Fehntjer landeten zum einen beim VGH Fairness Cup auf Platz zwei. Zum anderen gehen sie mit Zuversicht in das Viertelfinale beim Ostfriesland Cup. Der Fußballbezirksligist gastiert beim Ligakonkurrenten TV Bunde. Anpfiff ist am Freitagabend um 19.30 Uhr. Darüber hinaus bestreitet der SVG am Sonnabend ein Endspiel in einem anderen Turnier.
Trainer Bi Le Tran freut sich über das gute Abschneiden beim Fairness Cup. Lohn ist ein Sportartikelgutschein im Wert von 2000 Euro. Er sagte auf Nachfrage der Ostfriesischen Nachrichten: „In der Winterpause waren wir schon gut dabei und haben uns dann noch bis zum Saisonende nach vorne gearbeitet. Das ist ein gutes Bild für uns und den Fußballkreis Ostfriesland.“
Clever spielen und dumme Fouls vermeiden
Stimmt, denn die Fehntjer sind in den Top 50 der fairsten Mannschaften Niedersachsens von der Kreisliga bis zur Landesliga das einzige Team aus dem Fußballkreis Ostfriesland. Die zweitfairste ostfriesische Elf rangiert mit dem TuS Eintracht Hinte auf Platz 53.
Keine Frage, Fairness könne man nicht erzwingen, so Trainer Le Tran, aber seine Mannschaft habe „einfach clever gespielt, dumme Fouls und Meckereien vermieden und durch gute Technik überzeugt“, lautet das Erfolgsrezept. Am Ende der Saison standen 25 Gelbe Karten in der Bilanz des SVG. Hinausstellungen gab es keine. Nur Kreisligist SV Bokeloh aus dem Kreis Emsland kam mit weniger Gelb aus. 19 Verwarnungen bedeuteten Platz eins in der Fairnesswertung. Dass Fairness und Erfolg sich nicht ausschließen müssen, bewies der SVG in der abgelaufenen Saison. Die Fehntjer belegten zum Saisonende den zweiten Platz in der Bezirksliga.
Bedeuten weniger Karten nicht auch eine schmalere Mannschaftskasse? Le Tran schmunzelt und meint: „Die Mannschaftskasse ist trotzdem immer gut gefüllt. Geld wird fällig, wenn Spieler zu spät kommen, sich tunneln lassen oder die falsche Kleidung dabei haben.“
Am Ende der Saison sei genug in der Kasse, um die Mannschaftsfahrt zu finanzieren, so Le Tran.
Trainer hat ein gutes Gefühl
Bevor die nächste Urlaubstour der Fehntjer ansteht, reisen sie erst einmal am Freitag zum TV Bunde. Der Sieger zieht ins Halbfinale des hoch dotierten Ostfriesland Cups ein. Auf den Cup-Sieger warten rund 12.500 Euro an Geld- und Sachprämien.
Der SVG-Trainer hat ein gutes Gefühl für das Viertelfinalspiel. Er tippt auf einen 2:0-Erfolg seiner Mannschaft. „Wir tun uns gegen Bunde zwar oft schwer, haben da auch beim letzten Mal 1:3 verloren, aber wir sind gut drauf und treten mit einer guten Besetzung an, auch wenn einige Spieler noch wegen Urlaub fehlen werden.“
In der Saisonvorbereitung sind regelmäßig 15, 16 Spieler dabei. Darunter auch zwei Torleute, so Le Tran. Damit kann er vernünftig arbeiten. Er kennt andere Vereine, die in der Ferien- und Urlaubszeit mit deutlich weniger Spielern auskommen müssen.
Schon am Sonnabend steht die nächste Auswärtsfahrt an. Die Fehntjer haben sich für das Finale beim „Wat moi“-Cup von Concordia Suurhusen qualifiziert. Dort treten Mannschaften aus der Bezirksliga und Ostfrieslandliga an. Der SVG ist Titelverteidiger und trifft am Sonnabendnachmittag im Endspiel auf TuS Eintracht Hinte.
Wenn die Fehntjer sowohl in Bunde als auch gegen Hinte gewinnen sollten, dann dürfte sich die Mannschaftskasse des SVG deutlich praller anfühlen. Gute Aussichten also.