Gegen den Bundestrend  Partnerschaftsgewalt in Aurich leicht rückläufig

| | 12.07.2023 21:13 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Ein Kind schaut ängstlich durch einen Spalt in der Tür. Foto: DPA
Ein Kind schaut ängstlich durch einen Spalt in der Tür. Foto: DPA
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Bundesweit sind die Taten im Bereich „Häusliche Gewalt“ angestiegen. In Aurich sieht es anders aus. Es gab weniger Partnerschaftsgewalt im ersten Halbjahr 2023 als 2022, aber mehr familiäre Gewalt.

Aurich - Am Dienstag sorgte das bundesweite Lagebild des Bundeskriminalamtes zum Thema häusliche Gewalt für Aufsehen. Wurden im Jahr 2021 bundesweit 144.044 Fälle registriert, waren es im vergangenen Jahr 157.550 – ein Anstieg von 9,4 Prozent. Zahlen für 2023 wurden noch nicht genannt.

Auf ON-Nachfrage konnte dieser Vergleich für den Bereich der Polizeiinspektion Aurich-Wittmund nicht gezogen werden. Laut Laura-Christin Brinkmann, Sprecherin der Polizeidirektion Osnabrück, liegen vergleichbare Zahlen jeweils für das erste Halbjahr 2022 und 2023 vor. Von Januar bis Juni 2022 wurden unter dem Stichwort „Häusliche Gewalt“ im Bereich Aurich-Wittmund 377 Taten registriert. Für den gleichen Zeitraum in diesem Jahr waren es 370 Taten. Damit ist das Tataufkommen relativ konstant. Allerdings bedeuten die Zahlen auch: Täglich gibt es im Schnitt zwei Vorfälle, bei denen die Polizei eingeschaltet wird.

Feinere Differenzierung

Für den Bereich der Polizeiinspektion Leer/Emden war ein leichter Anstieg um 7,7 Prozent zu verzeichnen. Im ersten Halbjahr 2022 wurden laut Brinkmann 325 Fälle registriert, im ersten Halbjahr 2023 waren es 350.

Für Aurich-Wittmund hat Brinkmann die Zahlen differenziert. Seit Kurzem unterscheiden die Ermittler zwischen „partnerschaftlicher Gewalt“, die in Ehen, Lebensgemeinschaften oder Ex-Lebensgemeinschaften auftritt, und „familiärer Gewalt“. Dort werden vor allem Konflikte zwischen Kindern und Eltern erfasst.

Als „partnerschaftliche Gewalt“ wurden für Aurich-Wittmund im ersten Halbjahr 2022 insgesamt 225 Taten registriert. In diesem Jahr waren es bisher 183. Als „familiäre Gewalt“ erfasste die Polizei 2022 insgesamt 133 Taten, in diesem Jahr waren es bis Ende Juni 154 Taten. Die restlichen einmal 19 und einmal 33 Taten wurden keinem der Bereiche zugeordnet.

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