Café Extrablatt  Bis zum Umbau der Auricher Markthalle dauert es noch

| | 02.07.2023 16:11 Uhr | 1 Kommentar | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Markthalle steht seit Monaten leer. Foto: Holger Janssen
Die Markthalle steht seit Monaten leer. Foto: Holger Janssen
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Die Kaffeehauskette Café Extrablatt und die Stadt Aurich sind immer noch in der Planungsphase. Ein erster Bauzeitenüberblick liegt aber vor.

Aurich - Es geht nun doch etwas langsamer als erhofft: In einer Beschlussvorlage für die Politik hatte es im vergangenen Herbst noch geheißen, dass das Café Extrablatt im Optimalfall schon Ende dieses Jahres in die Auricher Markthalle einziehen könne. Doch über das Planungsstadium ist das Projekt noch nicht hinaus, wie Bürgermeister Horst Feddermann am Freitag auf ON-Nachfrage sagte. Das Gastro-Unternehmen Extrablatt aus Emsdetten habe aber weiterhin Interesse, versicherte der Bürgermeister: „Wir sind weiter in Gesprächen.“

Die Planungen und Aushandlungen, die dem Umbau vorangehen müssen, seien in zwischen weit gediehen. In der vergangenen Woche habe es einen Termin gegeben, dort habe Extrablatt erstmals die Planungen vorgelegt, so Feddermann. Der Kostenrahmen werde dabei eingehalten. Die Stadt geht davon aus, dass sie rund zwei Millionen Euro investieren muss. Auch der Bauzeitenplan liege nun vor, stehe aber noch nicht im Detail fest. Zum Zeitpunkt der geplanten Fertigstellung wollte der Bürgermeister sich noch nicht äußern.

Stadt und Unternehmen investieren beide

Auch was den Baubeginn, auf den viele Auricher nach der langen Hängepartie um die Markthalle wohl sehnsüchtig warten, angeht, bleibt Feddermann vorerst vage. Im zweiten Halbjahr werde die Baumaßnahme beginnen. Aber wohl noch nicht so bald, sondern eher später im Jahr.

Am Umbau sind – wie berichtet – sowohl die Stadt als auch das Unternehmen beteiligt. Das Gebäude soll deutlich umgestaltet werden. Unter anderem soll die schon seit Langem geforderte behindertengerechte Toilette entstehen. Doch aus der bislang von kleinen Lokalen und Verkaufsständen geprägte Halle muss außerdem eine zusammenhängende Gastronomie mit größerer Küche und Tresen werden. Auch die energetische Sanierung des Glasbaus aus den frühen 1990er-Jahren ist ein Thema. Und das Café möchte eine Terrasse nutzen. Auch das muss baurechtlich geklärt werden. Auch der Brandschutz ist mit dem neuen Nutzungskonzept neu zu klären.

Die Stadt ist für das Gebäude verantwortlich, Café Extrablatt übernimmt den Einbau der Gastro-Küche und der Möblierung sowie die Innenraumgestaltung. Die Kaffeehauskette aus dem Münsterland ist die letzte Rettung der Markthalle. Nach einer langen Suche nach einer neuen Nutzung setzte sich ihr Vorschlag kurz vor Ablauf der Frist durch. Die Alternative wäre wohl der Rückbau gewesen.

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