Pläne im Brookmerland  Gesellschaft für Wohnungsbau wird vorbereitet

| | 20.06.2023 18:25 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die Samtgemeinde Brookmerland und ihre Mitgliedsgemeinden wollen stärker in den Wohnungsbau einsteigen. Foto: Thomas Dirks
Die Samtgemeinde Brookmerland und ihre Mitgliedsgemeinden wollen stärker in den Wohnungsbau einsteigen. Foto: Thomas Dirks
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Angesichts des Mangels an bezahlbarem Wohnraum werden Stimmen nach staatlichem Wohnungsbau immer lauter. Die Samtgemeinde Brookmerland geht nun erste Schritte in diese Richtung.

Brookmerland - Eine große Idee wird nun langsam konkret: Die Verwaltung der Samtgemeinde Brookmerland wurde jetzt beauftragt, die Gründung einer Wohnungsbaugesellschaft vorzubereiten. Dafür soll die Samtgemeinde Dienstleistungsverträge mit einem Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsbüro aus Großefehn abschließen. Das teilte der Allgemeine Vertreter des Samtgemeindebürgermeisters, Jochen Behrends, nach der Sitzung des nicht-öffentlichen Samtgemeindeausschusses mit.

Die in Form einer GmbH zu gründende Eigengesellschaft soll den Angaben zufolge alle Aufgaben in Verbindung mit dem sozialen Wohnungsbau für die Samtgemeinde und ihre Mitgliedsgemeinden übernehmen sowie außerdem Aufgaben beim Ausbau von erneuerbaren Energien einschließlich der Beteiligungen an anderen Gesellschaften. Eine Erweiterung des Aufgabenspektrums sei möglich, hieß es.

Leezdorfer Rat hatte Initiative ergriffen

Wie berichtet, hatte der Leezdorfer Gemeinderat bereits Mitte April einstimmig eine entsprechende Initiative beschlossen. Auf die Tagesordnung gebracht hatte das Thema der Leezdorfer Ratsherr Heinrich Ubben (Wählergruppe „Moin“). Ziel sei, bezahlbaren Wohnraum für Menschen mit niedrigem Einkommen zu schaffen. Weiteres Thema im Samtgemeindeausschuss war eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung für die Störtebeker-Wohnanlage in Marienhafe. Der laufende Betrieb könne durch die veranschlagte Kostenmiete getragen werden und könne seit dem Kauf im Jahr 2019 positiv abschließen, heißt es aus dem Rathaus. Es seien bereits einige Wohnungen renoviert worden, dafür wurden rund 105.000 Euro investiert. Durch die Steigerung des Bodenrichtwerts habe sich zudem der Wert der Immobilie auf 1,36 Mio. Euro nach Abschreibung erhöht.

Eine Erhöhung der derzeitigen Kaltmiete sei aktuell nicht erforderlich, da die derzeitigen Kosten durch die aktuellen Mieteinnahmen getragen werden können, heißt es. Da es sich um Sozialwohnungen handelt, dürfe in die monatliche Kaltmiete auch keine Gewinnmarge eingearbeitet werden. Umso positiver sei die derzeitige Situation der Störtebeker-Wohnanlage zu bewerten, so Behrends.

Aufträge für mehr als eine Million Euro vergeben

Außerdem hat der Samtgemeindeausschuss mehrere Aufträge für Bauarbeiten vergeben. Der Auftrag für Elektroinstallationsarbeiten im Zuge des Digitalpakts an der Grundschule Osteel wird, vorbehaltlich der Zustimmung des Rechnungsprüfungsamtes, an den einzigen Bieter, eine Firma aus Norden, in Höhe von 122.054,08 Euro brutto, vergeben. Für ebensolche Arbeiten an der IGS Marienhafe wurde der Auftrag in Höhe von 277.461,59 Euro brutto an eine weitere Firma aus Norden vergeben. Der Auftrag der Gebäudeplanung für die zentrale Sportanlage wurde an ein Planungsbüro aus Osnabrück vergeben. Die Auftragssumme liegt bei 84.966 Euro brutto. Insgesamt lagen vier Angebote vor.

Der Auftrag für Fliesenarbeiten im Zuge der Sanierung des Störtebekerbades Marienhafe in Höhe von 540.634,85 Euro brutto wurde an eine Firma aus Vreden vergeben. Der Auftrag für Fliesenarbeiten im Foyer und in den Umkleiden des Bades in Höhe von 114.353,59 Euro brutto wurde an eine Firma aus Südbrookmerland vergeben.

Grundschule Upgant-Schott erhält Aufzug

Der Auftrag für eine Werkraum-Containeranlage an der Grundschule Rechtsupweg in Höhe von 129.341,10 Euro brutto wurde an eine Firma aus Hesel vergeben. Der Auftrag zur Lieferung und Montage eines Personenaufzugs in der Grundschule Upgant-Schott in Höhe von 32.582,20 Euro brutto wurde an eine Firma aus Hage vergeben.

Grund für die Umbauarbeiten ist, dass die Grundschule in Upgant-Schott momentan nur im Erdgeschoss barrierefrei ist. Damit zukünftig auch das Obergeschoss von gehbehinderten Menschen erreicht werden kann, soll ein Lift eingebaut werden, der das Erdgeschoss mit dem Obergeschoss verbindet. Hierzu muss bauseits ein Mauerwerksschacht inkl. einer entsprechenden Gründung erstellt werden. In diesen wird dann von einem Aufzugbauer ein Personenaufzug eingebaut.

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