Turnier startet im Juli Neues Gesicht und Prämienregen beim Ostfriesland-Cup
Weshalb es beim Ostfriesland-Cup ein Maskottchen gibt und das Fußballturnier bei den Vereinen so beliebt ist. Auricher Teams haben lösbare Aufgaben.
Middels - Immer auf der Suche nach Dingen, die das Fußballturnier um den „Ostfriesland-Cup Only The Best“ interessanter und besser machen, sind die beiden Organisatoren Manfred Bloem und Ewald Adden.
Ihr neuester Coup ist das Maskottchen Sammy. Es kommt als ein 2,35 Meter langer Löwe daher. Der Glücksbringer hatte am Montagabend bei der Auslosung zum Ostfriesland-Cup (OC) im Landgasthof Alte Post in Middels-Ogenbargen seinen ersten großen Auftritt. Die Auslosung brachte den hiesigen Vereinen aus Großefehn, Middels und Wallinghausen lösbare Aufgaben.
„Einmaliges Turnier in Deutschland“
Bloem und Adden begrüßten die Vertreter der 16 teilnehmenden Vereine im hoteleigenen Kino. Rotes Tuch, rote Sitze und rote Wände: Eine ausverkaufte Vorstellung mit fast 60 Personen, vorwiegend Männer. Dämmerlicht und an der Leinwand ein Standbild mit dem OC-Logo. Es sollte bei diesem einzigen Bild bleiben, das die Besucher sehen sollten. Auf weitere Fotos und kleine Filme verzichteten die Organisatoren, um das Zeitfenster möglichst klein zu halten. Grund: So sollten Interessierte die Chance erhalten, sich das Rückspiel in der Bundesligarelegation zwischen dem Hamburger SV und dem VfB Stuttgart anzuschauen. Für diese Regieanweisung gab es ein geteiltes Echo.
Im ersten Teil des Abends zeichnete Manfred Bloem die Geschichte des OC nach, der aus dem Apollo Super-Cup hervorgegangen sei und sich einen Namen gemacht habe. Bloem sprach von einem „einmaligen Turnier in Deutschland“, ausgestattet mit lukrativen Geld- und Sachprämien in Höhe von rund 32 000 Euro. Der Turniersieger kommt auf rund 12580 Euro. Darin enthalten sind die Sachprämien im Finale: Ein Trainingslager und ein Gutschein für Ausrüstung von zusammen 8000 Euro. Reichlich Motivation für die Vereine. Der Reise ins Glück ist überschaubar: Vier Siege von der ersten Runde (Achtelfinale) bis zum Endspiel inklusive.
Lösbare Aufgaben
Der Weg dahin wurde durch die Auslosung vorgegeben. Insa Beitelmann (VW Emden) und Andreas Meinders (Orgadata) zogen die Lose für das Achtelfinale. Die Zeremonie wurde von Adden moderiert. Die Vereinsvertreter hofften auf einen Auftakt mit einem attraktiven und zugleich schlagbaren Gegner. Besonders die fünf Mannschaften aus der Ostfrieslandliga, die allesamt zum ersten Mal dabei sind.
Der Turnierstart ist am Sonntag, 2. Juli in Firrel. Dort empfängt der Landesligist den Bezirksligisten SV SF Larrelt. Der SV Wallinghausen reist zum Duell der Bezirksligisten nach Hage. SVW-Trainer Ewald Mühlenbrock meinte: „In der Saison haben wir zweimal gegen Hage gewonnen. Mal sehen, wie es beim dritten Mal wird. Lieber hätte ich gleich gegen Firrel gespielt“, zwinkerte und ging davon. Der Vertreter des SV Großefehn Alexander Wiese blickte zufrieden auf den Gegner in der ersten Runde: „Wir spielen beim TuS Holtriem. Das ist für mich eine Reise in die Vergangenheit, weil ich früher mit Großefehn dort auch schon gespielt habe. Eine lösbare Aufgabe, weil wir den Großen aus dem Weg gegangen sind.“ Der TuS Middels misst sich in der ersten Runde mit TuRa Westrhauderfehn. Ein großer Brocken, denn die Bilanz der Middelser ist klar negativ. In den vergangenen neun Jahren gab es nur einen Sieg, drei Remis und fünf Niederlagen für den TuS.
Durstiges Maskottchen
Das neue Gesicht beim OC ist das Maskottchen, der Löwe Sammy. „Ein Maskottchen hat uns einfach noch gefehlt. Es soll das Turnier in die Breite tragen“, stellte Stephan Hinrichs von der Ostfriesischen Landschaftlichen Brandkasse den Glücksbringer vor. Er wurde von der Firma „Promo Bear“ in Groningen entwickelt und in Südamerika als ein Unikat hergestellt, ergänzte Bloem. Es sollte ein Löwe sein. Der König der Tiere, der sinnbildlich für die Königsklasse im Fußball steht.
Ob sich der 16-jährige Schüler Luca Scholl, der in Sammy steckt, auch als König füllt, muss sich noch herausstellen. Der 1,90 große Jugendliche musste nach der Verlosungszeremonie erst einmal auf der ersten Reihe im Kino pausieren. Die Temperatur im Innern machte ihm zu schaffen. Verschwitzt und durstig fühlte er sich. Dabei soll ein Ventilator im Löwenkopf für frische Luft sorgen und eine Kühlweste den Jungen kühlen.
Für heiße Spieltage im Sommer sollten die Macher wohl über eine Ersatzbank für Auswechselkandidaten für Sammy´s Innenleben nachdenken. Klare Gedanken äußerste Bloem zum Turnierverlauf. Er erklärte, weshalb Firrel in den drei Runden bis zum Finale immer Heimrecht habe. Firrel sei neben Loga eine der beiden Gründervereine des ursprünglichen Apollo-Supercups. Weil ihnen das Turnier weggenommen sei, bekämen sie ein dauerhaftes Heimrecht. Zum anderen stellte Bloem klar: „Das Finale wird auf Rasen gespielt.“ Wo, das müsse der Turnierverlauf zeigen.