Großdemo zum Thema Wolf Fahrzeuge der Protestler in der ganzen Innenstadt
Die Stadt Aurich hat die Planungen für die drei Demos am 10. Juni abgeschlossen. Alle Gruppen haben ihren Platz. Platz brauchen aber vor allem die vielen erwarteten Fahrzeuge. Hier wird geparkt.
Aurich - Mit großem Aufwand bereitet sich die Stadt Aurich auf die drei Demonstrationen vor, die für den 10. Juni zum Thema Wolf angemeldet wurden. Wie berichtet, hat der Friesische Verband für Naturschutz (FVN) für den Sonnabend um 19 Uhr eine Kundgebung mit bis zu 3000 Teilnehmern auf dem Karl-Heinrich-Ulrichs-Platz angekündigt.
Die Demonstranten wollen erreichen, dass die weitere Ausbreitung von Wölfen gestoppt wird. Wolf und Weidehaltung seien nicht in Einklang zu bringen. Es wird daher die Streichung des Wolfs aus der FFH-Liste und ein Abschussplan gefordert.
300 Zugmaschinen brauchen Platz
Zahlreiche Teilnehmer, organisiert durch den Verein Land schafft Verbindung, wollen mit Traktoren anreisen. Die Stadt geht derzeit von rund 300 Zugmaschinen aus, die einen Stellplatz brauchen. Hinzu kommen die Fahrzeuge anderer Demo-Teilnehmer. Dadurch, dass die jeweils rechten Fahrspuren des Stadtrings von Treckern beparkt werden dürfen und die beiden inneren Spuren befahrbar bleiben, lasse sich der Verkehrsfluss im Innenstadtbereich aufrechterhalten, so Lücht.
Nur die Johannes-Diekhoff-Straße zwischen den beiden Kreiseln werde für den Durchgangsverkehr gesperrt und bei Bedarf zum Parkplatz für Traktoren. „In einer einzigen Straße ist eine Sperrung von vier oder fünf Stunden wohl zu vertreten“, so Lücht. Die wenigen Anlieger sollten ungehindert zu ihren Häusern kommen können.
Zwei Gegendemos in unmittelbarer Nähe
Parallel zu der Anti-Wolfs-Kundgebung demonstrieren der Verein Ostfriesen gegen Tierleid sowie die Antifaschistische Aktion Ostrhauderfehn für den Schutz von Wölfen. Laut Lücht wurde den Ostfriesen gegen Tierleid, die eine stille Mahnwache planen, ein Platz zwischen der Einfahrt zum Kino und der Einmündung des Extumer Weges in die Bundestraße zugewiesen. Dort gebe es eine kleine Grünfläche. Die Antifaschistische Aktion Ostrhauderfehn kann ab 15 Uhr auf dem Marktplatz und ab 18 Uhr auf dem Platz direkt vor der Sparkassen-Arena ihre Argumente äußern.
Das Ordnungsamt der Stadt habe in dieser Woche erneut Gespräche mit der Polizei sowie mit den Vertretern der Demonstrationsgruppen geführt, sagte Lücht. Am Ende sei diese Aufstellung dabei herausgekommen. Die Gruppen seien sich zwar nahe, aber räumlich wenigstens etwas getrennt. Bei den Gesprächen sei die Atmosphäre angenehm gewesen, die Gruppen könnten mit dieser Regelung leben.
Parkplatz der Arena wird ganztägig gesperrt
Die Stadt wird spätestens am Mittwoch Hinweisschilder im Bereich der Sparkassen-Arena aufstellen, dass der dortige Parkplatz ab dem frühen Sonnabendmorgen nicht mehr zur Verfügung steht, sagte Lücht. Die Teilnehmer der Kundgebungen, die mit dem Auto anreisen, müssen sich auf die öffentlichen Parkplätze in der Stadt verteilen. „Wenn auf dem Gelände Jahrmarkt ist und parallel in der Sparkassen-Arena ein Konzert stattfindet, klappt das auch ohne Probleme“, so Lücht.
Für die Traktoren werden Aufstellflächen ausgewiesen. Aus Leer, Pewsum und Wittmund/Friedeburg werden Korsos nach Aurich fahren – begleitet von der Polizei, die dann auch die Anfahrt zu den Stellplätzen lenkt. Parkraum wird es für die Trecker auf den Außenfahrstreifen des Innenstadtringes sowie auf dem IGS-Parkplatz am Extumer Weg und entlang der Johannes-Diekhoff-Straße sowie auf den Parkplätzen von Böwe, Wima und Reifen Günther am Breiten Weg und am Wallster Weg geben.
Trecker parken schon in Fahrtrichtung zur Abfahrt
Die Schlepperfahrer, die von Wittmund aus kommen, werden laut Lücht über die Dornumer und die Moordorfer Straße zum Wallster Weg geleitet, wo sie auf den Parkplätzen stehen bleiben können. Die Demonstranten, die über die Emder Straße aus Pewsum nach Aurich fahren, sollen sich auf der Von-Jhering-Straße in Fahrtrichtung Emden zwischen Europahaus und Ulricianum sowie zwischen der Genossenschaft und der Einmündung zum Dreekamp aufstellen. Sollte der Platz dann noch nicht reichen, stehen der IGS-Parkplatz und die Johannes-Diekhoff-Straße zur Verfügung.
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Die Trecker aus Leeraner Richtung sollen sich ebenfalls schon in Fahrtrichtung zur Abfahrt auf dem Innenstadtring aufstellen. Und zwar zwischen dem Gymnasium und der Einfahrt zur Tiefgarage. Bei Bedarf wird es auch noch einen Parkstreifen auf der Leerer Landstraße auf Höhe des Autohauses Hiro geben, erläuterte Lücht: „Das sollte im Ganzen für die angemeldeten Fahrzeuge dann ausreichen.“