Kitas in Südbrookmerland Neue Räume fest in Kinderhand
Die Moordorfer DRK-Krippe ist in die ehemalige Haupt- und Realschule gezogen. Am Kindergarten wird noch gearbeitet. In Sachen Kitaplätze gibt es aber auch eine schlechte Nachricht.
Moordorf - Für die Kinder ist es mittlerweile schon Alltag, dem Team ist die Freude aber noch immer anzumerken: Die Krippe des Moordorfer DRK-Kindergartens hat Anfang Mai das Container-Provisorium verlassen und ist in die neuen Räume im Gebäude der ehemaligen Haupt- und Realschule gezogen. Dabei ist die Krippe zugleich gewachsen. Zu den zwei bestehenden Gruppen ist eine dritte hinzugekommen. Insgesamt soll die Kita bald acht Gruppen haben – eigentlich, denn es gibt ein Problem.
Helle Räume, viele verschiedene Farben und dieser typische Neubaugeruch fallen sofort auf, wenn man die neue Einrichtung betritt. Gleich hinter der Eingangstür gibt es ein geräumiges Foyer mit einer großen Spiellandschaft, auf der sich die Kinder austoben. Andere spielen im Außenbereich, der zum Großteil aus einem überdimensionalen Sandkasten besteht, in dem Spielgeräte aufgestellt wurden. Angrenzend an das Foyer befinden sich die drei Gruppenräume, ein Personalraum und andere Funktionsräume. Und schon wenige Wochen nach der Inbetriebnahme hat jeder der Gruppenräume seinen eigenen Charakter. Der eine ist durch seine Lage besonders hell, in den anderen wurden die Balken der alten Dachkonstruktion integriert. Einrichtungsleiter Hermann Peters und sein Team sind mit dem, was in dem alten Schulgebäude in den vergangenen Jahren geschaffen wurde, vollends zufrieden. Kein Wunder. Schließlich hatten sie während der gesamten Bauzeit viel Mitspracherecht, wie Lara Meyer sagt. Sie ist eine der stellvertretenden Leitungen der Einrichtung.
Leiter rechnet mit größter Kita im Kreis
Das dürfte auch für die Mitarbeiter gelten, die noch auf den Umzug warten müssen. Während die Krippe, also der Bereich für die Kinder unter drei Jahren, fertig ist, ist der andere Teil des Gebäudes noch fest in Handwerkerhand. Dort soll der Kindergartenbereich entstehen, in dem bald Kinder zwischen drei Jahren und dem Grundschulalter spielen, toben, basteln und lernen. Noch ist davon für Außenstehende aber nicht viel zu erkennen. Überall gucken Kabel und Rohre aus den ansonsten kahlen Wänden. Türen gibt es noch keine, Fußbodenbeläge ebenfalls nicht. Zu erkennen ist aber schon, wie geräumig später alles sein wird. Hermann Peters geht davon aus, dass die Einrichtung nach Fertigstellung die flächenmäßig größte im Landkreis Aurich sein wird.
Und auch bei der Zahl der betreuten Kinder könnte die Einrichtung ganz weit vorne liegen. Hier gibt es jedoch einen Wermutstropfen. Eigentlich hatte sich die Gemeinde vom Landesjugendamt eine Ausnahmegenehmigung geben lassen. Normalerweise dürfen Kitas maximal sieben Gruppen groß sein, in Moordorf sind acht Gruppen möglich. Das Problem: Laut Hermann Peters zeichnet sich ab, dass die achte Gruppe aufgrund von Personalmangel zunächst nicht realisiert werden kann. Und das, obwohl in Südbrookmerland Kitaplätze nach wie vor dringend benötigt werden. Immer wieder gehen Eltern bei der Vergabe von Plätzen leer aus. Die Hoffnung aller Beteiligten ruht nun darauf, dass sich doch noch ausreichend Personal findet.
Ausnahmegenehmigung bis August
Die Bauarbeiten müssen laut Hermann Peters bis zum 1. August abgeschlossen werden. Grund dafür ist eine weitere Ausnahmegenehmigung. Die betrifft die Mittagsverpflegung der Krippenkinder. Noch gibt es nämlich die dafür erforderliche Ausgabeküche nicht. Wird die nicht rechtzeitig fertig, droht die vorübergehende Untersagung des Ganztagsbetriebes. Davon geht Hermann Peters aktuell jedoch nicht aus.
Einige Wochen vor dem Umzug der Krippe habe es auch dort nicht danach ausgesehen, dass diese rechtzeitig fertig wird. „Dann ging aber alles ganz schnell“, so Peters. Er und sein Team hoffen, dass dies auch beim Kindergarten der Fall sein wird.