Dart Niedersachenpokal  Moordorfer Darter verpassen knapp die Pokal-Sensation

| | 03.05.2023 19:27 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Zur Pokalmannschaft des Dartclub Moordorf gehören Ralf Rose (oben von links), Hendrik Tjaden, Dirk Broeksmid, Dennis Akthar und Andreas Buse sowie Sven Wienekamp (vorne von links), Timo Weermann, Marco Peters und Lars Dannebaum. Fotos: privat
Zur Pokalmannschaft des Dartclub Moordorf gehören Ralf Rose (oben von links), Hendrik Tjaden, Dirk Broeksmid, Dennis Akthar und Andreas Buse sowie Sven Wienekamp (vorne von links), Timo Weermann, Marco Peters und Lars Dannebaum. Fotos: privat
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Wie die ostfriesischen Pfeilewerfer in das Endspiel des Niedersachsenpokals einzogen und einen Bundesligisten ärgerten. Das Pokalabenteuer geht für die Moordorfer weiter.

Moordorf/Verden – Der DC Moordorf belegte am vergangenen Wochenende den zweiten Platz bei den Final Four in Verden. Eine dicke Überraschung, denn die hatte außer den Moordorfern selbst wohl kaum einer ihnen zugetraut. „Wir waren für alle die große Unbekannte“, sagte der dritte Vorsitzende Ralf Rose und ergänzte: „Trotz der starken Ergebnisse in den Runden zuvor, hat sich jeder Moordorf als Gegner im Halbfinale gewünscht.“

Marco Peters präsentierte die Trophäe für die im Endspiel unterlegenen Moordorfer Darter. Als Bonbon gab es noch das Ticket für die Teilnahme am Verbandspokal oben drauf.
Marco Peters präsentierte die Trophäe für die im Endspiel unterlegenen Moordorfer Darter. Als Bonbon gab es noch das Ticket für die Teilnahme am Verbandspokal oben drauf.

Nachdem die Moordorfer am Sonnabendvormittag um 10.15 Uhr mit dem Bus angekommen waren, ging es erstmal in eine ehemalige Sporthalle ans Board, um sich warmzuwerfen. Danach folgte die Auslosung. Die Moordorfer trafen auf DC Hameln 79 aus der Niedersachsenliga. Im zweiten Halbfinale standen sich DC Bulldogs Wolfenbüttel und Shakespeare Dartists Hannover gegenüber.

Traumstart für die Moordorfer

Es folgte ein bekanntes Ritual: Händeschütteln zur Begrüßung, beide Mannschaften trugen ihre Aufstellung im Spielbericht ein und dann ging es auch schon los. Es wurde an vier Boards gespielt. Der DCM zeigte von Anfang an, dass er trotz seiner Außenseiterrolle angetreten war, um für den Einzug ins Finale zu kämpfen. Er gewann alle vier Boards und ging mit 4:0 in Führung. Am Ende war es ein unerwartet deutliches 9:3 für die Ostfriesen.

Im Finale wartete der aktuelle Tabellenführer der Bundesliga Nord auf die Moordorfer. Die Bulldogs aus Wolfenbüttel. Sie hatten sich zuvor mit 11:1 gegen Hannover souverän durchgesetzt.

Knappe Spiele im Finale

Im Endspiel wurde aus organisatorischen Gründen nur noch auf zwei Boards gespielt. Zunächst sah es gut aus für den DCM. Dennis Akhtar gewann sein Spiel mit einem Durchschnitt von knapp 85 mit 3:1. Führung für die Moordorfer. Am Nebenboard spielte Hendrik Tjaden ein starkes Spiel, verlor dieses allerdings mit 1:3. Sein Gegner gelang dabei zweimal ein sogenanntes Highfinish (Finish über 100 Punkte), in dem er 116 und 134 checkte. So ging es dann bei den nächsten Einzeln weiter. Die Moordorfer spielten meist gut mit. In den entscheidenden Momenten waren die Bulldogs aber abgezockter und behielten die Oberhand. Lediglich Lars Dannebaum gewann noch ein Einzel für den DCM, der vor den vier Doppelspielen 2:6 zurücklag.

Für den Moordorfer Rose war der Rückstand zu hoch und er haderte: „Wenn es gut mitgelaufen wäre, dann hätten wir sogar mit einer 5:3-Führung in die Doppel gehen können. Wir waren jedes Spiel nah dran, doch dann machte Wolfenbüttel in den entscheidenden Momenten jedes Mal mit dem ersten Dart aus.“ Nach den Einzeln stand fest, dass der Bundesliga-Tabellenführer nur noch eines seiner vier Doppel gewinnen musste, um den Pokal mit nach Hause zu nehmen. Sie gewannen bereits ihr erstes Doppel und standen somit als Sieger fest.

Bundesligist lobt Auftritt der Ostfriesen

Nach dem Spiel gab es vom Pokalsieger lobende Worte für den starken Auftritt der Moordorfer Pfeilewerfer. Sie bescheinigten den Ostfriesen eine beachtliche Leistung. Trotz des eindeutigen Ergebnisses seien die Wolfenbüttler lange nicht mehr so gefordert worden.

Das Moordorfer Vorstandsmitglied Rose bilanzierte: „Am Ende steht nur das Ergebnis. Auch wenn es etwas zu hoch ausgefallen ist, ist der Sieg für Wolfenbüttel hochverdient. Trotzdem bin ich stolz auf die Leistung der Mannschaft. Jeder Darter in Niedersachsen weiß jetzt ganz genau, wo Moordorf liegt.“

Es winkt das nächste Pokalabenteuer

Auf der Rückfahrt in die Heimat ließen es sich die Moordorfer Darter und rund ein Dutzend Wegbegleiter im Bus gut gehen. Sie genossen den unerwarteten Erfolg in Verden und freuten sich auf das nächste Pokalabenteuer.

Das liegt nicht mehr so fern in der Zukunft, denn mit dem zweiten Platz qualifizieren sich die Moordorfer Darter für den Verbandspokal auf Bundesebene. Jedes Bundesland stellt dort seinen besten Vertreter auf Verbandsebene. Dazu zählen das beste Team, das nicht in einer der beiden Bundesligen spielt. Verden war am vergangenen Wochenende dran, nun geht die Reise für den DCM im Juni weiter nach Hanau (Hessen).

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