Maibaum in Aurich Mehr als 20 Meter Frühling
Der Maibaum in Aurich ist so frisch, dass er noch knackt. Das Hochziehen war von so manchem „Oh“ begleitet. Und nun hält eine ganz besondere Gruppe Wache.
Aurich - Alles neu macht der Mai. Das Phänomen, das schon zum Sprichwort geworden ist, gilt in diesem Jahr beim Auricher Maibaum umso mehr. Der Stamm ist diesmal so frisch, dass er in seinem Ehrenmonat auf dem Marktplatz vielleicht noch wieder Wurzeln schlägt. Erst kürzlich wurde die Fichte mit einer Stammlänge von 25 Metern im Sandhorster Wald geschlagen. Die Gastronomen aus dem Carolinengang übernahmen das Schälen und der gerade erst aus dem Stadtrat ausgeschiedene Landwirt Udo Haßbargen spendierte die Birke und holte den Stamm aus dem Wald in die Innenstadt zum Schmücken.
Den Hut auf bei der Maibaum-Orga hatte der Vorsitzende des Vereins der Altstadtgastronomen Arno Fecht. Weil der Stamm zu frisch und damit auch sehr schwer ist, wurde beschlossen ihn noch etwas einzukürzen. Das Auricher Frühjahrssymbol misst nun einschließlich Birke gut 20 Meter.
58 Meter Girlande und Hunderte Rosen
Der Auricher Schützenverein gab an zwei Abenden wieder alles, um dem Ganzen die nötigen bunten Frühlingsattribute zu verpassen. 45 Meter Girlande für den Stamm wurden gebunden. Zudem fünf Meter sowie vier mal zwei Meter für die Girlande. Hinzu kamen säckeweise Krepppapierrosen.
Schwuppdiwupp hatten Kinder am Sonntag um 16 Uhr die Rosen installiert, sodass etliche Besucher und ein sichtlich aufgeregter Arno Fecht gespannt auf den Bagger von Edo Hoofdmann warteten.
Der Unternehmer hat sich laut Fecht durch eine Spezialkonstruktion an der Baggerschaufel auf das Aufstellen von Maibäumen spezialisiert. Und entsprechend viele Termine am 30. April.
Karate-Gruppe für die Wache
In Millimeterarbeit rollte der Fahrer das große Gerät durch die stoisch an ihrem Platz verbleibende Menge.
Und dann war der große Moment da. Der Stamm bog sich, knackte vernehmlich. Und hielt stand. Binnen weniger Sekunden war der Maibaum hochgehievt und flott mit Kielen festgeschlagen.
Der Schützenverein sprang ein, da sich die reguläre Wache verspätet hat. Die übernimmt laut Fecht die ganze Nacht hindurch die Sportschule Tao. Und zwar mit der Karate-Gruppe. Maibaumklauen sollte man wohl lieber woanders.