DNA-Analyse Wolfsrisse: Die Individuen dahinter sind weiter unbekannt
Zehn offizielle Markierungen für Wolfstierrisse auf der Ostfriesischen Halbinsel gibt es derzeit auf der Landes-Umweltkarte. Bislang verrät die DNA aber in keinem Fall etwas über den konkreten Wolf.
Aurich - Elf Nutztierrisse sind für dieses Jahr auf der Umweltkarte des Landes eingetragen. Für zehn ist bereits als Verursacher „Wolf“ eingetragen. Die Klärung eines Risses an einem Rind in Wiesede am 24. April steht ebenso aus wie der Riss an einem Schaf in Marienwehr am gleichen Tag. Die Auswertung der DNA liegt erst mit zeitlichem Abstand vor.
Die Einschätzung, ob ein Wolf die Tiere angegriffen hat, treffen die Rissbegutachter der Landwirtschaftskammer nach Spurenlage. Parallel werden in der Regel Proben genommen und auf DNA-Spuren untersucht. Damit ist manchmal der Nachweis überhaupt erst möglich. Die DNA-Untersuchung dient aber auch dazu, Wanderungsbewegungen nachzuvollziehen und auffällige Wölfe zu erkennen. Bislang liegt aber für alle Risse in diesem Jahr noch kein DNA-Hinweis auf die konkreten Wölfe vor, die die Weidetiere angegriffen haben.
Im vergangenen Jahr konnte Spur eines Jährlings verfolgt werden
Im Dezember 2022 ist noch der Jährling GW2596m im Raum Aurich auffällig geworden. Es konnte nachgewiesen werden, dass dieses Individuum schon im Januar in Südoldenburg unterwegs war. Der Wolf GW2888m schlug im vergangenen Jahr im Raum Wittmund mehrfach zu und wurde per DNA nachgewiesen.
Der Angriff auf fünf Schafe in Schwittersum am 26. März 2023 war zunächst als Verdachtsfall eingestuft worden. Laut Sprecherin des Umweltministeriums konnte die Landwirtschaftskammer im Nachgang durch die Fotodokumentation einen Wolf als Verursacher mit hinreichender Wahrscheinlichkeit nachweisen. Ein DNA-Ergebnis ist noch nicht eingetragen.
In zwei Fällen DNA-Auswertung nicht möglich
Keine Angaben zur DNA machte das Ministerium für den Angriff auf ein Pferd am 27. Januar in Collrunge. Ebensowenig zum Angriff aus dasselbe Tier am 3. März.
Für die zehn am 19. März angegriffenen Schafe in Uplengen-Neudorf steht die Individualisierung des Angreifers ebenso noch aus wie für den Angriff auf die am 24. März angegriffenen Schafe in Sande.
Für zwei Angriffe auf Schafe in Dose am 7. März, bei denen 18 Tiere starben und 16 verletzt wurden, ist laut Ministerium keine DNA-Analyse vorgesehen. Und für die Angriffe auf vier Pferde in Hinte am 24. April und auf ein Rind in Wiesede am 18. März ist demnach keine DNA-Analyse möglich. Beide Fälle wurden von den Rissgutachtern aber eindeutig als Wolfsangriff eingestuft.
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