Höhere Gehälter Tarifabschluss kostet Landkreis und Stadt Aurich Millionen
Nach zähen Tarifverhandlungen gab es kürzlich eine Einigung. Davon profitieren allein in der Kernverwaltung beim Kreis Aurich mehr als 1000 Beschäftigte. Landrat Meinen sieht es positiv.
Aurich - Rund drei Millionen Euro zusätzlich kostet der Tarifabschluss im öffentlichen Dienst den Landkreis Aurich im laufenden Jahr 2023. In der Kernverwaltung profitieren 1073 Beschäftigte von der Gehaltssteigerung um 4,6 Prozent in diesem Jahr, teilte Kreissprecherin Christel Foortmann auf ON-Anfrage mit. Dabei sind die mehr als 2000 Beschäftigten in kreiseigenen Einrichtungen und Gesellschaften, etwa Ubbo-Emmius-Klinik, Kreisvolkshochschulen, Rettungsdienst, PBZ oder MKW, nicht mitgerechnet.
Für 2024 lassen sich die Mehrkosten noch nicht verlässlich abschätzen, heißt es. Zunächst müssten Informationen und Durchführungshinweise des Arbeitgeberverbandes abgewartet werden.
Landrat: „Balance zwischen Ansprüchen und Attraktivität“
Landrat Olaf Meinen bewertet die Tarifeinigung positiv: „Ich bin der Auffassung, dass hier ein guter Abschluss gefunden wurde und die erarbeiteten Lösungen und Kompromisse allen Beteiligten gerecht werden. Für die Erhöhung der Lohnzahlungen an die Beschäftigten wurde im aktuellen Haushalt bereits eine fünfprozentige Erhöhung eingeplant. Laut ernstzunehmender Prognosen ist davon auszugehen, dass wir bis 2030 im öffentlichen Sektor 800.000 fehlende Fachkräfte haben werden. Allein aufgrund dieser Aussage ist es sinnvoll, eine gute Balance zwischen den berechtigten Ansprüchen der Beschäftigten und der Attraktivität des Öffentlichen Dienstes anzustreben.“
Für die Stadt Aurich liegen die Zusatzkosten laut Bürgermeister Horst Feddermann in diesem Jahr bei 1,3 Millionen Euro, im nächsten bei 2,5 bis drei Millionen Euro. „In diesem Jahr passt es“, so Feddermann. Wie der Haushalt im kommenden Jahr aussehe, müssten die Beratungen für den nächsten Etat zeigen.