Radfahren in Aurich  Nutzer des Wanderweges bekommen an Popenser Straße nun doch Vorfahrt

| | 25.04.2023 17:31 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Seit Oktober ist die Popenser Straße freigegeben. Bislang hatten die Autofahrer sowie die Radfahrer auf dem Schutzstreifen Vorfahrt vor dem Ostfrieslandwanderweg. Ab kommender Woche müssen alle Nutzer der Popenser Straße an dieser Stelle Vorfahrt gewähren. Foto: Romuald Banik
Seit Oktober ist die Popenser Straße freigegeben. Bislang hatten die Autofahrer sowie die Radfahrer auf dem Schutzstreifen Vorfahrt vor dem Ostfrieslandwanderweg. Ab kommender Woche müssen alle Nutzer der Popenser Straße an dieser Stelle Vorfahrt gewähren. Foto: Romuald Banik
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Ein Plan für die Popenser Straße stand noch aus: Nutzer des Ostfrieslandwanderweges sollten an der Querung Vorfahrt kriegen. Eine Verkehrszählung hat nun ergeben, dass bald neue Regeln gelten sollten.

Aurich - Als im vergangenen Oktober die sanierte Popenser Straße offiziell freigegeben wurde, war eine Sache anders als zunächst erwartet. Im Zuge der Sanierung hatte es den Plan gegeben, eine Forderung des Masterplans Radverkehr dort umzusetzen und den Nutzern des Ostfrieslandwanderweges Vorfahrt zu gewähren. Doch die Stadtverwaltung entschied sich zunächst dagegen, weil auf den erstmals in Aurich realisierten Schutzstreifen für Radfahrer an der Popenser Straße Vorfahrt für die Radler herrschen sollte. Eine Verkehrszählung sollte dann den Ausschlag geben.

Und die Ergebnisse liegen nun vor und sorgen für eine Änderung der bisherigen Vorfahrtsregel. Im Laufe der kommenden Woche sollen laut Ordnungsamtsleiter Helmut Lücht Schilder aufgestellt werden, die auf die geänderte Verkehrsführung hinweisen. Denn tatsächlich waren im Zählungszeitraum zu Beginn des Jahres fast doppelt so viele Radfahrer auf dem Ostfrieslandwanderweg unterwegs wie auf der Popenser Straße. Und die Verwaltung gehe davon aus, dass sich diese Relation zum Sommer hin mit zunehmendem Ausflugsverkehr noch verstärken werde, sagte Lücht.

Stadt: Es geht nur eines

Das gebe nun den Ausschlag in der Entscheidung, so Lücht. Es sei natürlich auch wünschenswert, dass die Radfahrer auf den neuen Schutzstreifen möglichst ohne Störungen gut vorankommen. Deshalb war in der Popenser Straße auch die zuvor geltende Rechts-vor-links-Regelung an den Einmündungen der Seitenstraßen aufgehoben worden. „Aber eines geht nur“, so Lücht. Am Ende hätten durch den Umbau an der Stelle aus seiner Sicht die Radfahrer auf der Popenser Straße als auch auf dem Ostfrieslandwanderweg gewonnen.

Beim Umbau wurden im Kreuzungsbereich bereits die baulichen Voraussetzungen geschaffen, dem Radverkehr auf dem Ostfriesland-Wanderweg die Vorfahrt zu geben. Da für die Autofahrer an der Stelle eine Einengung sowie eine deutlich aufgepflasterte und farblich hervorgehobene Querung für Radfahrer auf die beiden sich kreuzenden Achsen hinweist, bremsten die Autofahrer dort ohnehin schon deutlich ab, um nicht aufzusetzen. Nun werden sie noch mit Schildern auf die neue Situation hingewiesen, so Lücht.

Steine rausgebrochen

„Da es bisher keine vergleichbaren Maßnahmen an einer entsprechend stark befahrenen Straße in Aurich gibt, soll diese Maßnahme zur Erforschung des Unfallgeschehens, des Verkehrsverhaltens, der Verkehrsabläufe sowie zur Erprobung geplanter verkehrssichernder oder verkehrsregelnder Maßnahmen im Sinne der Straßenverkehrsordnung zunächst für ein Jahr befristet erfolgen“, heißt es vonseiten des Ordnungsamtes. Wenn insbesondere ein besonderes Unfallgeschehen danach nicht erkennbar sei, erfolge eine dauerhafte Anordnung.

In dieser Woche sind an der Querung noch Bauarbeiter aktiv. Wie berichtet, seien einige Verkehrsteilnehmer seitlich in den Bereich eingefahren, sodass dort Steine ausgetauscht werden müssten, um eine Gefahrenstelle zu bereinigen, so Lücht. Die Baufirma habe zunächst drei bis vier Tage für die Reparaturarbeiten veranschlagt. Nun dauere es aber doch eine Woche länger, nämlich bis zum 28. April.

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