Bau an Fockenbollwerkstraße  Zweites Quartal 2024 bleibt das Ziel für die Fertigstellung

| | 26.03.2023 22:45 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Das Bild einer Großbaustelle: An der Fockenbollwerkstraße gibt es noch viel zu tun. Foto: Romuald Banik
Das Bild einer Großbaustelle: An der Fockenbollwerkstraße gibt es noch viel zu tun. Foto: Romuald Banik
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Im April beginnt die Verlegung des Regenwasserkanals. Trotz aller Komplikationen an der Baustelle Fockenbollwerkstraße soll die Sanierung in gut einem Jahr enden.

Aurich - Seit Mitte des vergangenen Jahres wird die Fockenbollwerkstraße erneuert. In rund anderthalb Wochen beginnt nach Angaben von Ehlke Ubben von der Auricher Stadtentwässerung ein wichtiger Abschnitt: der Einbau des Regenwasserkanals (Seite 1).

Die Baufirma Strabag werde zunächst auf dem Abschnitt Feuerwehrhaus bis zum neuen Kreisverkehr beginnen. Anschließend wechseln die Arbeiten an die andere Seite der Baustelle. Von der Lambertistraße aus werden die Rohre in Richtung Kreisel gelegt, bis die Verbindung an der Feuerwehr geschaffen sei. Auf dem zweiten Abschnitt werden Ubben zufolge Rohre mit größerem Durchmesser verlegt als im Kreiselbereich.

Zwei Kanäle auf fast gleicher Höhe

Laut Ubben ist dies auch der Grund, warum Strabag dann mit größeren Maschinen anrücken muss. Die Verlegung des Regenwasserkanals sei an einer Straße mit so vielen Hausanschlüssen, über die dann noch der Verkehr in eine Richtung weiterfließen solle, äußerst komplex. Über die Feinheiten – auch finanziell gesehen – ist die Stadtverwaltung mit der Baufirma noch im Gespräch.

Im Bereich des Nettomarktes ist der Boden aufgewühlt. Dort soll mit der Verlegung des Regenwasserkanals begonnen werden. Foto: Romuald Banik
Im Bereich des Nettomarktes ist der Boden aufgewühlt. Dort soll mit der Verlegung des Regenwasserkanals begonnen werden. Foto: Romuald Banik

Normalerweise werde der Schmutzwasserkanal in einer Tiefe von zwei Metern verletzt, der Regenwasserkanal in einer Tiefe von 1,50 Metern, erläutert der Leiter der Stadtentwässerung. Da nun ein Rohr mit einem größeren Durchmesser verlegt werden – und dann auch noch tiefer, weil an der Stelle das bisherige Straßenniveau abgesenkt wird, lassen sich die Rohre nicht so verlegen wie sonst.

Eine Art Bypass für das Schmutzwasser

Vielmehr wird nun eine Art Bypass für das Schmutzwasser an einer Seite der Regenwasserverrohrung verlegt. Die Hausanschlüsse dieser Straßenseite werden dort angeschlossen. Und nur an wenigen Stellen wird das Schmutzwasser über sogenannte Durchdringungsbauwerke an die andere Straßenseite zum regulären Schmutzwasserkanal durchgeleitet, erklärte Ubben.

Vorgeschichte

Nur wenige Wochen nach Baubeginn kam die böse Überraschung: Die Verantwortlichen waren während der Planungsphase davon ausgegangen, dass der Regenwasserkanal nicht erneuert werden müsse. Dann zeigte sich aber, dass die Deckschicht oberhalb der bestehenden Rohre nicht mehr ausreichen würde, um diese zu schützen und die Stabilität der Fahrbahn zu gewährleisten. Zudem entschloss die Stadtentwässerung sich wegen der Starkregengefahr, Rohre mit größerem Durchmesser verlegen zu lassen.

Trotz des Mehraufwands und der größeren Maschinen soll der Verkehr stadteinwärts weiter fließen, so Ubben. An einigen Stellen könne es etwas enger werden als bislang. Aber die Befürchtung, dass wegen der Baustelle doch eine Vollsperrung nötig werden würde, habe sich nicht bestätigt. Für die Radler geht es – natürlich unter Baustellenbedingungen– weiterhin in beide Richtungen voran.

Ubben: Keine Lieferprobleme

Trotz der Mehrkosten und des größeren Aufwands ist Ubben weiterhin optimistisch, dass sich die Baustelle nicht bis in die zweite Jahreshälfte 2024 zieht. Im Oktober, bei der Bekanntgabe des Planungsfehlers beim Regenwasserkanal, sei die Verwaltung von einem Abschluss der Bauarbeiten im zweiten Quartal 2024 ausgegangen. Und das sei auch weiterhin das Ziel, sagte Ubben. Strabag habe sich auch personell auf den komplizierten Abschnitt eingestellt.

Der Verkehr soll auch fließen, wenn sich die Baustelle bald auf die andere Straßenseite verlagert. Foto: Romuald Banik
Der Verkehr soll auch fließen, wenn sich die Baustelle bald auf die andere Straßenseite verlagert. Foto: Romuald Banik

Wie schnell es dann wirklich gehe, hänge aber auch davon ab, wie sich der nächste Winter entwickele. Lieferschwierigkeiten zeichneten sich derzeit nicht ab. Die Rohre seien geordert, so Ubben.

Arbeiten sollen Zug um Zug weitergehen

Sobald in einem Abschnitt die Regenwasserverrohrung geschafft ist, soll schon an der Straße selbst weitergearbeitet werden. „Das soll Hand in Hand weitergehen“, sagte Ubben. Wenn die Arbeiten voranschritten, werde der abgesperrte Abschnitt zudem kürzer.

Die Mehrkosten, die nun für den Auricher Haushalt entstehen, sollen sich nicht in Form von Kreditaufnahmen auswirken. Laut Ubben werde nun geschaut, welche anderen Maßnahmen man schieben könne.

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Frank Buchholz von der Landesstraßenbaubehörde, die für die Radwege und die Fahrbahn zuständig ist, ist mit dem Baufortschritt am Kreisverkehr zufrieden. Durch die Planungspanne war der Bereich vorgezogen worden. Er hofft, dass auch an der Nordseite nun abschnittsweise im direkten Anschluss an die Kanalverlegung der Bau der Straße und der Nebenanlagen voranschreiten kann.